Die Pardelkatzen (Leopardus) sind eine Raubtiergattung aus der Familie der Katzen (Felidae). Der wissenschaftliche Name Leopardus hat allerdings nichts mit dem auf deutsch als Leopard bezeichneten Großkatze zu tun.

Pardelkatzen sind eher kleine Vertreter der Katzen, sie sind durch ein graues oder gelbbraunes Fell charakterisiert, das mit schwarzen Flecken versehen ist. Alle Arten sind in Amerika beheimatet.

Folgende Arten werden zu den Pardelkatzen gerechnet:

Pampaskatze (Leopardus colocolo); jüngere Systematiken teilen die Pampaskatze jedoch in drei Arten (L. braccatus, L. colocolo und L. pajeros)
Kleinfleckkatze (Leopardus geoffroyi)
Chilenische Waldkatze (Leopardus guigna)
Andenkatze (Leopardus jacobitus)
Ozelot (Leopardus pardalis)
Tigerkatze (Leopardus tigrinus)
Langschwanzkatze (Leopardus wiedii)

In vielen Systematiken sind die Pardelkatzen auf drei Gattungen, Leopardus, Oncifelis und Oreailurus aufgeteilt. Es ist schon länger bekannt, dass diese drei Gattungen eine monophyletische Gruppe bilden, die manchmal nach dem bekanntesten Vertreter als „Ozelot-Gruppe“ bezeichnet wird. Jüngste Systematiken wie Wilson & Reeder (2005) fassen die drei Gattungen schließlich zu einer einzigen Gattung zusammen.


D. E. Wilson und D. M. Reeder: Mammal Species of the World. Johns Hopkins University Press, 2005.

David W. Macdonald (Hrsg). The Encyclopedia of Mammals. Oxford University Press; Auflage: New edition (12. Oktober 2006)