Gametozid

Ein Gametozid ist eine Substanz, die während der Entwicklung des Ährenembryos gespritzt, die Ausbildung der männlichen Blütenteile (Staubbeutel, Pollen) verhindert. Eine so behandelte Sorte wird zur männlich sterilen Mutterlinie, die sich nicht mehr selbst befruchten kann, sondern einen Fremdbefruchter braucht. Dadurch besteht die Möglichkeit, zwei selbstbefruchtende Linien (Sorten) miteinander zu kreuzen (was einen Heterosiseffekt hervorruft).

Wie bei Weizen (zum Beispiel Sorte Hybnos1, Hybred), wird auch in der Getreideart Triticale versucht, Hybridsorten herzustellen. Derzeit ist dafür nur eine (in Deutschland nicht zugelassene) chemische Kastration mit Gametoziden möglich.


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