Hundeartige

Die Hundeartigen (Canoidea, manchmal auch Caniformia) sind eine Überfamilie innerhalb der Ordnung der Raubtiere (Carnivora). Sie besitzen meistens eine spitze Schnauze und sind häufig Zehengänger, deren Krallen sich nicht einziehen lassen (im Gegensatz zu ihrer Schwestergruppe, den Katzenartigen (Feloidea)). Auch die Robben entwickelten sich aus hundeartigen Vorfahren und sind daher mit ihren drei Familien dieser Gruppe zuzuordnen.

Systematik

Die Hundeartigen werden in folgende Familien unterteilt:

Zwei weitere Familien, die Amphicyonidae und die Hemicyonidae, sind im Miozän ausgestorben.

Phylogenie

Die wahrscheinlichen verwandtschaftlichen Beziehungen zeigt das folgende Diagramm[1]:

Caniformia 

 Hunde (Canidae)


 Arctoidea 

 Bären (Ursidae)


     
 Robben (Pinnipedia) 

 Hundsrobben (Phocidae)


     

 Ohrenrobben (Otariidae)


     

 Walrosse (Odobenidae)




 Marderverwandte (Musteloidea) 

 Kleine Pandas (Ailuridae)


     

 Skunks oder Stinktiere (Mephitidae)


     

 Kleinbären (Procyonidae)


     

 Marder (Mustelidae)








Literatur

  • D. E. Wilson, D. M. Reeder: Mammal Species of the World. Johns Hopkins University Press, 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

Einzelnachweise

  1. John J. Flynn, John A. Finarelli, Sarah Zehr, Johnny Hsu & Michael A. Nedbal: Molecular Phylogeny of the Carnivora (Mammalia): Assessing the Impact of Increased Sampling on Resolving Enigmatic Relationships. Syst. Biol. 54(2):317–337, 2005 doi:10.1080/10635150590923326

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