Land unter


Land unter (auch: landunter) ist der volkstümliche Ausdruck für die Überflutung des Grünlandes der Halligen. Sie tritt in der Regel ein, wenn eine Springflut und auflandige Winde zusammentreffen (Sturmflut). Land unter heißt es auf den nordfriesischen Halligen mittlerweile − durch den Meeresspiegelanstieg bedingt − durchschnittlich fünfzehn- bis zwanzig mal im Jahr, früher nur zehn- bis fünfzehn mal.

Wegen der regelmäßigen Versalzung der Weideflächen und Brunnen werden auf den Halligen nur Rinder und Schafe gehalten, für die auf den Warften auch Notställe und Zisternen angelegt werden.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Land unter auch ohne Bezug auf die Halligen als eine Bezeichnung für eine Überflutung von Festland benutzt. Mit Land unter wird ebenso eine Situation bezeichnet, in der eine Person mit Arbeit förmlich überspült wird.

"Land unter" ist ferner der Titel einer von Christina J. Leicht geschriebenen Geschichte, die den Förderpreis des Literaturpreises Ruhr 2011 gewann. Der Protagonist dieser Kurzgeschichte ist ein nolstalgischer Bewohner des Ruhrgebiets, welches in der Geschichte komplett überflutet ist. Sein Sohn indes organisiert Schiffsfahrten über das ehemals dicht besiedelte Gebiet und zeigt die alten Sehenswürdigkeiten vom Schiff aus.

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