Prinzenapfel

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Prinzenapfel
Malus Prinzenapfel 4231.jpg
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Herkunft unbekannt
Liste von Apfelsorten

Der Prinzenapfel ist ein sehr guter Tafel- und Wirtschaftsapfel, der auch gerne zum Dörren verwendet wird. Weitere Namen: Ananasapfel (Württemberg); Berliner; Flaschenapfel; Glockenapfel (Bayern, Rheinland); Haierapfel (Westfalen); Hasenkopf (Norddeutschland); Hasenschnäutzchen; Immerträger; Jerusalemapfel (Detmold); Katzenkopf; Klapperapfel; Melonenapfel (Bayern, Rheinland, Hannover); Schlotterapfel (Baden-Württemberg); Walzenapfel (Baden); Brienzer oder Gugeliapfel (Schweiz[1])

Pflückreif sind die Früchte ab Ende September, die Genussreife setzt ab Oktober ein. Im Naturlager sind sie bis Januar haltbar.

Kerne der Sorte Prinzenapfel

Frucht

Mittelgroßer bis großer, walzenförmiger, ziemlich gleichmäßig gebauter Apfel. Mittelstarke, nach der Mitte zu sich abflachende Rippen. Fruchtschale glatt, mattglänzend, gelblichgrün, später hellgelb. Sonnenseite oft kräftig gerötet und gestreift. Geruch merklich an Ananas erinnernd. Fruchtfleisch gelblichweiß, ziemlich fein, saftig. Angenehme Säure bei ausreichend hohem Zuckergehalt. Feine Würze, die nur dem Prinzenapfel eigen ist und ihm seinen Wohlgeschmack verleiht. Auf dem Lager neigt die Frucht zum Welken. Sie muss deshalb in einem guten Keller kühl und luftfeucht gelagert werden. Die späte Blüte ist unempfindlich gegen Witterungseinflüsse.

Baum

Der Prinzenapfel verlangt einen feuchten und nahrhaften Boden. Gut geeignet für das Küstengebiet und für höhere Gebirgslagen. Er gedeiht noch in Höhen bis zu 800m und verträgt auch raue Standorte. Da die Seitentriebe nur schlecht austreiben, müssen die Leittriebe mehrere Jahre hindurch regelmäßig zurückgeschnitten werden. Geeignet für höhere Baumformen, nicht geeignet für Schnuranlagen und Spaliere. Der Ertrag setzt früh ein und ist regelmäßig. Der Baum kann sehr alt werden, ältere Bäume neigen jedoch zu Krebs.

Weblinks

  • Karteikarte der Sorte in der BUND-Lemgo Obstsortendatenbank

Einzelnachweise

  1. David Szalatnay, Andrea Frei: Wie aus einem deutsachen Prinzen ein schöner Engländer wurde. Schweizerische Zeitschrift für Obst- und Weinbau 15/2009, S. 11–13 PDF (349 KB)

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