Symbolfoto

Als Symbolfotos bezeichnet man in Printmedien und im Fernsehen zu Texten bzw. Gesprochenem dargebotene Fotografien, die nicht den tatsächlich dokumentierten Sachverhalt darstellen, sondern aus einem davon unabhängigen Zusammenhang stammen.

So werden häufig nicht bildlich festgehaltene Begebenheiten nachgestellt oder künstlich visualisiert, Fotomontagen dargeboten, sowie Abbildungen durch solche von ähnlichen Motiven, aber aus anderem Zusammenhang, ersetzt.

Es gibt Dienstleister (sogenannte Agenturen), die kommerziell Symbolfotos zu verschiedenen Anlässen anbieten.

Deutscher Pressekodex

Der Pressekodex des Deutschen Presserats fordert in Ziffer 2: „Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.[1]. In Ziffer 2, Richtlinie 2.2, heißt es: „Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten. So sind (...) deutlich wahrnehmbar in Bildlegende bzw. Bezugstext als solche erkennbar zu machen.[2]

Ein Pendant bei der Verwendung von Bildern auf Lebensmittelverpackungen ist die Kennzeichnung als Serviervorschlag.

Quellen

  1. Deutscher Presserat: Pressekodex Ziffer 2
  2. Deutscher Presserat: Pressekodex Ziffer 2, Richtlinie 2.2

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