Truncus coeliacus

Der Truncus coeliacus und seine Äste. Die Leber wurde angehoben und das Omentum minus und das vordere Blatt des Omentum majus entfernt.

Der Truncus c(o)eliacus („Bauchhöhlenstamm“, von koila, griech., „Bauchhöhle“), auch als Arteria celiaca bezeichnet, ist der erste der drei unpaaren Eingeweideäste der Bauchaorta der Säugetiere. Er entspringt in Höhe des Hiatus aorticus (etwa in Höhe des 12. Brustwirbels), einem Schlitz im Zwerchfell, durch den die Aorta vom Thorax (Brustkorb) in das Abdomen (Bauchraum) tritt. Beim Menschen liegt der Ursprung dieses Blutgefäßes auf Höhe des zwölften Brustwirbels.

Versorgungsgebiet

Der Truncus c(o)eliacus ist für die arterielle Versorgung von Leber, Magen, Bauchspeicheldrüse (Pancreas), Zwölffingerdarm (Duodenum), Milz und der angrenzenden Serosastrukturen zuständig.

Der Truncus c(o)eliacus teilt sich in drei Hauptgefäße, was auch als Hallerscher Dreifuß (Tripod c(o)eliacus, Tripus Halleri) bezeichnet wird:

Eine versehentliche Unterbindung des Tripus hat den zwangsläufigen Tod des Individuums zur Folge, seine Funktion ist lebensnotwendig. Daher muss bei einer Darminfarzierung infolge einer Embolie oder Thrombose stets der Truncus coeliacus revidiert werden, um gegebenenfalls eine Embolektomie vorzunehmen.

Erkrankung

siehe Truncus-coeliacus-Kompressionssyndrom

Siehe auch


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