
Killikaike ist eine neue Gattung höherer Primaten (Anthropoidea) aus dem späten Miozän, die im Südosten Argentiniens entdeckt wurde. Die Benennung der Art basiert auf einem fast vollständigen fossilen Schädel mit Gebiss.
Killikaike blakei gehört zu den Neuweltaffen (Platyrrhini, Familie Kapuzinerartige, Unterfamilie Cebinae), zu denen auch moderne Totenkopfäffchen (Saimiri), moderne Kapuzineraffen (Cebus) und ihre fossilen Verwandten aus dem frühen bis mittleren Miozän gehören.
Heute lebende Vertreter der Unterfamilie Cebinae haben ein relativ großes Gehirn. Sie leben in komplexen sozialen Gruppen und wilde Kapuzineraffen zeigen ein breites Spektrum von Verhaltensweisen, die mit erhöhter Intelligenz assoziiert sind. Killikaike blakei fehlen zwar die abgeleiteten Merkmale des unteren Gesichtsschädels und des Gebisses moderner Cebinae, aber das stark gewölbte Stirnbein und die geräumige vordere Schädelgrube zeigen die beginnende Entwicklung eines vergrößerten Vorderhirns.
Killikaike blakei
Das Typusexemplar mit der Bezeichnung MPM-PV 5000 ist ein fast vollständiger Gesichtsschädel eines erwachsenen Individuums. Der Fund stammt aus dem Estancia La Costa Member der Santa Cruz Formation und ist zwischen 17,5 und 16,3 Millionen Jahre alt. Aufgrund der Morphologie des Gebisses glaubt man, dass Killikaike blakei ein baumlebender Früchte- oder Allesfresser war.