Zwergmeerkatzen (Miopithecus)

Zwergmeerkatzen (Miopithecus) - biologie-seite.de
Nördliche Zwergmeerkatze

Zwergmeerkatzen (Gattung Miopithecus) sind kleine, tagaktive Primaten. Man zählt zwei Arten: Die Nördliche Zwergmeerkatze (Miopithecus ogouensis) und die Südliche Zwergmeerkatze (Miopithecus talapoin). Beide leben in Zentralafrika, ihr Lebensraum erstreckt sich von Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo bis nach Angola. Zwergmeerkatzen (Miopithecus) sind mit allen übrigen Meerkatzen (Cercopithecus) eng verwandt.

Zwergmeerkatzen (Miopithecus) sind mit einem Gewicht von rund 1 kg die kleinsten Altweltaffen (Catarrhini). Ihr Fell ist grau-grün, die Unterseite ist weißlich. Der Kopf ist rund, die Schnauze haarlos. Zwergmeerkatzen (Miopithecus) sind Allesfresser, ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten, Samen, Wasserpflanzen, Insekten, Muscheln, Vogeleiern und kleinen Wirbeltieren. Wie die Sumpfmeerkatze (Allenopithecus nigroviridis) können sie gut schwimmen und suchen auch im Wasser nach Nahrung.

Zwergmeerkatzen (Miopithecus) leben in großen Gruppen von 60 bis 100 Affen. In der Nacht versammeln sie sich in Bäumen in der Nähe von Gewässern. Während der Nahrungssuche teilt sich die Hauptgruppe in mehrere Untergruppen auf. Die Gruppen setzen sich aus mehreren geschlechtsreifen Männchen, zahlreichen Weibchen und deren Nachwuchs zusammen. Im Gegensatz zu den eng verwandten Meerkatzen zeigen Zwergmeerkatzen (Miopithecus) keine territorialen Verhaltensweisen und ihr Lautrepertoire ist ebenfalls kleiner.

Nach einer Tragzeit von 160 Tagen bringen die Weibchen ein einzelnes Junges zur Welt. Sie sind bei der Geburt bereits gut entwickelt und wiegen über 200 g - etwa ein Viertel des Gewichts der Mutter. Innerhalb von 6 Wochen nehmen Zwergmeerkatzen (Miopithecus) feste Nahrung zu sich und sind nach 3 Monaten selbstständig.

In Gefangenschaft können Zwergmeerkatzen (Miopithecus) bis zu 28 Jahre alt werden. In freier Wildbahn dürfte die Lebenserwartung jedoch erheblich kürzer sein.


Systematik


Groves, C. (2005). Wilson, D. E., & Reeder, D. M. ed. Mammal Species of the World (3rd ed.). Baltimore: Johns Hopkins University Press. pp. 165-166. ISBN 0-801-88221-4. https://www.bucknell.edu/msw3.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen


Die News der letzten 7 Tage