Schlank- und Stummelaffen
Schlank- und Stummelaffen (Colobinae) sind in Süd- und Südostasien sowie in Äquatorial-Afrika verbreitet, wo sie hauptsächlich Wälder, aber auch Trockenbusch, kultivierte Flächen und urbane Umgebungen bewohnen.
Diese Primaten bevorzugen hauptsächlich Pflanzenkost wie Blätter, Früchte, Blüten, Samen, junge Triebe und Knospen, wobei einige Arten gelegentlich auch Insekten fressen.
Das Fell ist bei den einzelnen Arten sehr variabel, wobei einige am Kopf Kämme, Schöpfe und Wirbel ausbilden. Schlank- und Stummelaffen werden in freier Wildbahn etwa 20 Jahre alt, in Gefangenschaft bis zu 30 Jahre.

Zur Unterfamilie Colobinae zählen die Zoologen 42 Arten in 7 en. Die am ungewöhnlichsten aussehenden Vertreter dürften die Nasenaffen mit ihrer gurkenförmigen Nase sein, von denen es zwei Arten gibt. Zu den Stumpfnasenaffen zählt man 6 Arten, zu den Insellanguren (Presbytis) 8 Arten, zu den indischen Languren (Semnopithecus) und den Kappenlanguren 15 Arten. Hinzu kommen noch die Schwarzweißen Stummelaffen mit 5 Arten und die Roten Stummelaffen mit 6 Arten.
Systematik
- Primates Linnaeus 1758 (Herrentiere)
- Infraor. Trockennasenaffen (Haplorrhini) Pocock 1918
- Subor. Höhere Primaten (Anthropoidea) Mivart 1864
- Infraor. Altweltaffen (Catarrhini) Geoffroy Saint-Hilaire 1812
- SuperFm. Geschwänzte Altweltaffen (Cercopithecoidea) Gray 1821
- SuperFm. Menschenaffen (Hominoidea) Gray 1825
- Infraor. Neuweltaffen (Platyrrhini) Geoffroy 1812
- Infraor. Altweltaffen (Catarrhini) Geoffroy Saint-Hilaire 1812
- Tarsiiformes (Koboldmakis) Gregory 1915
- Subor. Höhere Primaten (Anthropoidea) Mivart 1864
- Infraor. Feuchtnasenaffen (Strepsirrhini) Geoffroy Saint-Hilaire 1812
- SuperFm. † Plesiadapoidea
- Infraor. Trockennasenaffen (Haplorrhini) Pocock 1918