Höhennonne

Höhennonne
Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Prachtfinken (Estrildidae)
Gattung: Bronzemännchen (Lonchura)
Art: Höhennonne
Wissenschaftlicher Name
Lonchura montana
(Junge, 1939)

Die Höhennonne (Lonchura montana), auch Höhen-Schilffink genannt, ist eine bislang nur wenig erforschte Art aus der Familie der Prachtfinken. Es werden keine Unterarten unterschieden.

Beschreibung

Die Höhennonne erreicht eine Körperlänge von 11,5 Zentimeter. Sie weist keinen ausgeprägten Sexualdimorphismus auf, ist jedoch in ihrer Färbung sehr variabel. Stirn und Vorderscheitel sind schwarz. Auch die Zügel, die vorderen Kopfseiten sowie die obere Kehle ist schwarz. Die Ohrdecken sind schwarzbraun. Die Halsseiten, die Kropfgegend und die Vorderbrust sind ockerfarben. Der Rücken und die Flügel sind erdbraun. Der Bürzel und die Oberschwanzdecken sind gelb, der Schwanz ist schwarz wobei die einzelnen Federn gelegentlich gelb gesäumt sind. Ein schmales schwarzes Band trennt die ockerfarbene Vorderbrust vom Weiß der restlichen Körperunterseite. Die Körperseiten sind schwarzbraun quergebändert, wobei in der Stärke der einzelnen Querbänder individuelle Unterschiede bestehen. Die Unterschwanzdecke ist schwarz, die Schenkel sind braun. Der kräftige Schnabel ist weißlich bis blaugrau.

Jungvögel sind auf der Körperoberseite düster braun und auf der Körperunterseite bräunlichweiß mit einer bräunlich-grauen Brust und rostfarbenen Unterschwanzdecken. Ihr Schnabel ist noch schwarz.

Verbreitungsgebiet und Lebensweise

Das Verbreitungsgebiet der Höhennonne sind die Gebirge im Inneren West-Neuguineas. Sie kommt hier in Höhen von 2000 bis 4200 Metern über dem Bergland vor. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt bei 3000 Höhenmetern.[1] Ähnlich wie bei der Schwarzbrustnonne und die Bergnonne, die ebenfalls Gebirge im Inneren Neuguineas besiedeln, ist über die Lebensweise der Höhennonne bislang nichts bekannt. Auch Erfahrungen aus Haltung liegen nicht vor. Die Höhennonne zählt zu den wenigen Prachtfinkenarten, die bislang noch nicht lebend nach Europa eingeführt worden sind.

Belege

Literatur

  • Jürgen Nicolai (Hrsg), Joachim Steinbacher (Hrsg), Renate van den Elzen, Gerhard Hofmann: Prachtfinken - Australien, Ozeanien, Südostasien. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3249-4.
  • Peter Clement, Alan Harris, John Davis: Finches and Sparrows – An Identification Guide. Christopher Helm, London 1993, ISBN 0-7136-8017-2.

Weblinks

Einzelbelege

  1. Nicolai et al., S. 227

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