Küsten-Kontor

Das Küsten-Kontor ist ein Forschungsprojekt und versteht sich als Vermittler zwischen Inhalten und Akteuren des Küstenschutzes.

Hintergrund

Bei einer Küstenlänge von rund 3.700 km leben in Deutschland mehr als 4 Mio. Menschen mittel- bzw. unmittelbar im Küstenraum der Nord- und Ostsee. Nordseestädte wie Emden oder Wilhelmshaven, sowie Ostseestädte wie Kiel, Lübeck, Rostock und die Stadtstaaten Hamburg und Bremen sind wirtschaftliche Zentren mit einer wichtigen Bedeutung, u.a. für den Tourismus, die Hafenwirtschaft und die Logistikdienstleistungen. Das Integrierte Küstenzonenmanagement (IKZM) befasst sich mit der zunehmenden Nutzung der Küstengebiete, die nicht nur in Deutschland sondern auch in Europa festzustellen ist. Im Wirtschafts- und Naturraum „Küste“ stehen zahlreiche Aktivitäten und Interessen in Konkurrenz zueinander. Freizeit und Erholung, Hafenwirtschaft, Windenergiegewinnung und Rohstoffabbau sind nur vier Beispiele verschiedener Aktivitäten, denen auf der anderen Seite begrenzte Flächen und Ressourcen sowie ein sensibles Ökosystem gegenüberstehen.

Arbeit

Um einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren im Küstenraum zu fördern, will das Küsten-Kontor die Kommunikation zwischen den Beteiligten fördern. Ziel ist es, sektorübergreifende und aufeinander abgestimmte Lösungen zu entwickeln. Das Küsten-Kontor ist die länderübergreifende IKZM-Kontaktstelle. In ihm laufen Erkenntnisse und Erfahrungen über Strategien und Maßnahmen zusammen.

Folgende Arbeitsschwerpunkte bearbeitet das Küsten-Kontor:

Der Schritt von der allgemeinen politischen und wissenschaftlichen Ebene hin zu greifbaren Maßnahmen soll gefördert werden. Vor diesem Hintergrund hat das Küsten-Kontor in der jetzigen Pilotphase zwei Handlungsschwerpunkte festgelegt, die für die Entwicklung der Küstenregion besonders wichtig sind:

  • Tourismus als ein zentraler Wirtschaftsfaktor an der Küste: Die Branche sieht sich mit einer Reihe von Veränderungen konfrontiert: Der soziodemografische Wandel verbunden mit neuen Zielgruppen und veränderten Ansprüchen der Reisenden, spezielle Angebote im Gesundheitsbereich, notwendige Anpassungen des touristischen Angebots, die nachhaltige Lösungen erfordern.
  • Klimabedingter Küstenschutz In diesem Bereich werden Forschungsergebnisse, Szenarien und Lösungsmodelle für den regionalen und lokalen Planungsbedarf zusammen getragen und die Erkenntnisse dem Küstenzonenmanagement zur Verfügung gestellt.

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