Kanaltal

(Weitergeleitet von Museo della Foresta)
Val Canale / Kanaltal (Alpen)
Val Canale / Kanaltal
Val Canale / Kanaltal

Das Kanaltal, italienisch Val Canale, slowenisch Kanalska dolina, furlanisch Val Cjanâl, ist ein zu Italien gehörendes, 23 km langes Tal im Dreiländereck Italien-Österreich-Slowenien mit dem Zentrum Tarvis. Das Kanaltal trennt die Karnischen von den Julischen Alpen und den Karawanken. Es grenzt im Norden an Österreich, im Osten an Slowenien und geht im Süden in das Canal del Ferro (Fella- oder Eisental, Dolina Bele) über. Der westliche Teil entwässert über die Fella in die Adria, bei Camporosso liegt auf einer Höhe von 805 m s.l.m. die unscheinbare Saifnitzer Wasserscheide – eine Talwasserscheide – zur Gailitz (Ziljica) hin.

Markus Pernhart, Gebirgspanorama mit Maria Luschari im Kanaltal, Öl auf Leinwand
Markus Pernhart, Gebirgspanorama vom Luschariberg mit dem Kanaltal, Öl auf Leinwand

Lage und Landschaft

Markus Pernhart, Raiblersee, Öl auf Leinwand
Markus Pernhart, Weißenfelsersee mit Mangart, Öl auf Leinwand

Orte im Kanaltal und Seebachtal

Die Ortschaften des Kanaltales sind von Osten nach Westen:

  • Fusine laghi (Weißenfelser Seen, slowenisch: Pri Jalnu)
  • Fusine in Valromana (Weißenfels, Fužine/Bela Peč)
  • Aclete (Aichleiten, slowenisch: Ahlete)
  • Ortigara in Valromana (Nesseltal, Koprivnik)
  • Coccau (Goggau, Kokovo)
  • Rutte (Greuth, Rute) und Umgebung
  • Rutte piccolo (Klein Greuth, slowenisch: Male Rute)
  • Plezzut (Flitschl, slowenisch: Fličl)
  • Riofreddo (Kaltwasser, slowenisch: Mrzla voda)
  • Muda (slowenisch: Muta)
  • Cave del Predil (Raibl, Rablelj)
  • Tarvisio (Tarvis, Trbiž)
  • Lussari (slowenisch: Zamline)
  • Camporosso (Saifnitz, Žabnice)
  • Monte Lussari (Luschari, Sveti Višarji) (Wallfahrtsort)
  • Valbruna (Wolfsbach, Ovčja vas)(im Valle Saisera, slowenisch:Zajzera)
  • Ugovizza (Uggowitz, Ukve)
  • Malborghetto Valbruna (Malborgeth, Naborjet)
  • Cucco (slowenisch: Kuk)
  • Bagni di Lusnizza (Lussnitz, Lužice) und Santa Caterina (St.Kathrein, Šentkatrija)
  • San Leopoldo Laglesie (Leopoldskirchen, Dipalja vas)
  • Pontebba (Pontafel, Tablja). Durch Pontebba verlief bis 1918 die Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien.
  • Studena alta (slowenisch: Gornja Studena)
  • Studena bassa (slowenisch: Dol. Studena)

Geschichte und Kultur

Ländlicher Baustil im Dorf Oltreacqua in Rutte Grande bei Tarvis

Das Kanaltal im nördlichen Friaul ist eine für den Alpenraum einzigartige Region. Alle drei großen europäischen Sprachfamilien - Germanen, Romanen und Slawen - treffen hier direkt aufeinander. Eine Konstellation, die in Europa sonst nirgends zu finden ist. Österreicher, Slowenen, Friulaner und Italiener leben hier seit Jahrhunderten zusammen. Das bunte ethnische Mosaik zieht sich quer durch die Familien.

Wortherkunft

Der Name Kanaltal hat seine Wurzeln im friulanischen Wort Chianâl oder Cjanâl, welches für schlauchartige Täler (Berggräben) steht.

Territoriale Zugehörigkeit

Grenzstein aus dem frühen 19. Jh. zwischen Kaisertum Österreich und der Republik Venedig (Auf der Brücke über den Pontebbana-Bach zwischen Pontebba (Italien) und Pontafel (ehem. Österreich, jetzt Ortsteil von Pontebba)

Nach der Auflösung des Herzogtums Kärnten im frühen Spätmittelalter gehörte das Kanaltal dem Hochstift Bamberg, später den Habsburgern. Noch im Jahr 1910 hat es praktisch keine italienischen Einwohner im Kanaltal gegeben. Das Gebiet war bis 1918 mancherorts mehrheitlich slowenisch, mancherorts mehrheitlich deutsch besiedelt und gehörte innerhalb des Kaisertums Österreich bzw. von Österreich-Ungarn zu Kärnten. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde es durch den Vertrag von Saint-Germain zusammen mit dem Tal von Fusine (slowenisch: Fužine) sowie dem Bergbauort Raibl (slowenisch: Rabelj) Italien zugesprochen und gehört heute zur Region Friaul-Julisch Venetien.

Auswanderung

Monument in Tarvisio-Boscoverde zur Erinnerung an Napoleons Feldzüge 1797, 1809 und 1813

Die Richtlinien für die Rückwanderung der Reichsdeutschen und Abwanderung der Volksdeutschen aus Südtirol in das Deutsche Reich (siehe Option in Südtirol) vom 21. Oktober 1939 fand auch auf die Volksdeutschen des gemischtsprachigen Territoriums von Tarvis (Provinz Udine) Anwendung.

Während in Südtirol circa 30 % das Land verließen, betrug der Prozentsatz der Abgewanderten im Kanaltal etwa 71 %.

Von 5.700 Auswanderern sprachen in etwa 5.600 deutsch und 100 slowenisch. So kam es dazu, dass über 80 % der deutschsprachigen Kanaltaler umgesiedelt wurden, während die slowenischsprachigen Kanaltaler nur unerhebliche Abwanderungsverluste erlitten (etwa 2 %).

Die meisten Umgesiedelten kamen nach Kärnten: 2.700 nach Villach, 1.500 nach Klagenfurt, 500 nach Sankt Veit an der Glan, Feldkirchen und Friesach. Ins steirische Knittelfeld kamen auch 500 und weitere 500 wurden in sonstige Orte umgesiedelt. Zurück blieben ca. 2.500 Kanaltaler. Davon waren etwa ein Drittel Deutschsprachige und zwei Drittel Slowenischsprachige. Nur ca. 20 von 5.700 ausgewanderten Kanaltalern kamen nach dem Zweiten Weltkrieg ins Kanaltal zurück, obwohl das Optantendekret von 1948 den umgesiedelten Kanaltalern die Möglichkeit bot, in die Heimat zurückzukehren und die italienische Staatsbürgerschaft wiederzurwerben.

Die heutige deutsch- und slowenischsprachige Minderheit geht im Wesentlichen auf die nichtausgesiedelten Kanaltaler zurück: Bei einer Gesamtbevölkerung von rund 8.000 wird ihr Anteil mit 20 Prozent angegeben.[1]

Heutige Sprachen

Markttag in Pontebba zu Mariä Geburt am 8. September

Die deutsch- oder slowenischsprachigen Kanaltaler sprechen ihre Muttersprache im jeweiligen Soziolekt/Dialekt.[2] Das Deutsche wird als Oberkärntnerisch der Villacher Gegend, das Slowenische als Gailtaler Dialekt (Zilja, ziljščina) gesprochen. Italienisch ist die offizielle Landessprache und Tarvis das Zentrum der Italienischsprachigen.

Die rein deutschsprachigen Schulen (Goggau, Tarvis, Malborgeth, Pontafel) und slowenisch-/deutschsprachigen (Saifnitz, Uggowitz, Leopoldskirchen) des 19. Jahrhunderts sind Vergangenheit. Während des Faschismus gab es nur Italienisch als Unterrichtssprache. Nach 1945 genehmigte man einigen Volksschulen den Deutschunterricht als Freigegenstand am Nachmittag. 1973 wurde der zunächst auf einheimische Kinder beschränkte Deutschunterricht auf alle schulpflichtigen Kinder erweitert. Mittlerweile wird Deutsch allen Kindern im Vormittagsunterricht angeboten (1 bis 2 Wochenstunden). In Ugovizza findet seit 1982 slowenischer Nachmittagsunterricht statt.

Eisenbahnstrecke Pontebbana bei Bagni Santa Caterina

Verkehrsverbindungen

Durch das Kanaltal verläuft eine wichtige Bahn- und Straßenverbindung (Eisenbahn: Pontebbana; Autobahn A23/E55 von Villach nach Udine) von Österreich nach Italien; seit der EU-Osterweiterung verläuft hier eine der Haupttransportachsen Mitteleuropas von Rom, Bologna und Venedig nach Wien, Prag und Budapest, und eine der großen Alpentransitachsen.

Ab dem 19. Jahrhundert war die moderne Verkehrserschließung von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung: Der Bau der Eisenbahn Laibach–Tarvis wurde 1872 vollendet (1966 wurde die grenzüberschreitende Teilstrecke Jesenice (Aßling)–Tarvis stillgelegt); die Eisenbahnlinie Villach–Tarvis wurde 1873 fertiggestellt und Tarvis–Udine 1879. Der Autobahnbau von 1973 bis 1986 mit der Errichtung von 49 Brücken und 18 Tunnels belastete das Tal zusätzlich. Der Bau der Hochleistungseisenbahn Pontebbana von Udine bis zur österreichischen Grenze (94 km) mit 13 Tunnels (Gesamtlänge 46 km, das sind 48 % der Strecke) wurde im Jahr 2000 abgeschlossen.

An der Grenze Italien–Österreich bestehen aufgrund des Schengen-Vertrags bereits seit dem 1. April 1998 keine Grenzkontrollen mehr, am 21. Dezember 2007 wurden sie auch an der Grenze Italien–Slowenien aufgelassen.

Sehenswürdigkeiten

Museo della Foresta

1988 wurde das Waldmuseum eröffnet, das an der A23 Udine-Tarvis liegt. Es hat den Wald um Tarvis, der 24.000 Hektar Fläche einnimmt, zum Thema. Umgeben ist das Museum von einem botanischen Garten, der die typischen Pflanzen dieser Region beherbergt.

Slowenisches Kulturzentrum Planika / Slovensko kulturno središče Planika / Centro Culturale Sloveno Stella Alpina

Im Februar 1997 vereinigten sich einheimische Kulturträger (Mitglieder des slowenischen Vereins "Slovensko društvo Planika", der Außenstelle der Musikgesellschaft Glasbena matica, der Musikschule "Tomaž Holmarj" im Kanaltal, der Fonds für slowenische Kultur "Sklad za slovensko kulturo Ponce" sowie einige engagierte Persönlichkeiten) und gründeten das slowenische Kulturzentrum Planika Slovensko kulturno središče Planika v Kanalski dolini. Dies ermöglichte es, das Kutlurangebot im Kanaltal / Kanalska dolina zu strukturieren, zu erweitern, qualitativ zu verbessern und attraktiv für ein weiteres Publikum zu gestalten. Das Kulturzentrum "Slovensko kulturno središče Planika" wird seit dem 21. Juni 2002 von der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien (italienisch Friuli-Venezia Giulia, furlanisch Friûl-Vignesie Julie, slowenisch Furlanija-Julijska krajina) als Einrichtung von erstrangiger Bedeutung für die slowenische Volksgruppe in Italien anerkannt.[3]

Literatur

  • Marko Simić: Auf den Spuren der Isonzofront. Mohorjeva Hermagoras, Klagenfurt/Laibach/Wien 2004, ISBN 3-85013-884-4.
  • Karl Migglautsch, Ingomar Pust: Das Kanaltal und seine Geschichte. edition k3, Annenheim 1995, ISBN 3-901088-04-0. (Herausgeber: Kanaltaler Kulturverein)
  • Mario Gariup: Le opzioni per il 3° Reich. Val Canale 1939.
  • Hans Messner: Friaul Julisch Venetien. Universitätsverlag Carinthia Klagenfurt, 1990, ISBN 3-85378-350-3.
  • Gerhard Pilgram, Wilhelm Berger, Gerhard Maurer: Kärnten. Unten durch. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec 1998, ISBN 3-85435-301-4.
  • Stefanie Vavti: "Wir sind Kanaltaler!" – Regionale und lokale Identitäten im viersprachigen Valcanale in Italien. In: Forum Qualitative Sozialforschung. Volume 7, No. 1, Art. 34 – Januar 2006, abgerufen am 5. März 2007.
  • Francesco Attisani u.a.: Una strada - tre confini. La storia, l'ambiente, gli itinerari turistici del Tarvisiano e dei suoi dintorni. Giovanni Aviani Editore, Udine 1986.
  • Luis Thomas Prader: Als Grenzland schon immer wichtig - das Kanaltal., abgerufen am 12. Juni 2007.
  • Kurt Strasser, Harald Waitzbauer: Über die Grenzen nach Triest. Wanderungen zwischen Karnischen Alpen und Adriatischem Meer. Wien/Köln/Weimar 1999.
  • G. Pilgram, W. Berger, W. Koroschitz, A. Pilgram-Ribitsch: Die letzten Täler. Wandern und Einkehren in Friaul. Drava Verlag, Klagenfurt/Celovec 2008, ISBN 978-3-85435-532-8.
  • Martin Wutte: Das Kanaltal - La Valcanale. Verlag des Geschichtsvereines für Kärnten, 2009, ISBN 978-3-85454-114-1.
  • Jakob Medved: Zemljevid z italijanskimi in slovenskimi krajevnimi imeni v Furlaniji, Julijski Krajini in Benečiji - Carta dei nomi geografici con forma italiana e slovena nel Friuli - Venezia Giulia. Mladinska knjiga, Ljubljana 1974.
  • Roberto Dapit u.a.: Ovčja vas in njena slovenska govorica, Valbruna e la sua parlata slovena. Raziskovalni tabor Kanalska dolina 2003, Stage di ricerca Val Canale 2003, Ukve - Ljubljana 2005.

Medien

Weblinks

 Commons: Tarvisio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Einzelnachweise

  1. Provincia di Udine/Provincie di Udin: Le Comunità Germanofone Del Friuli-Venezia Giulia. in Italienisch, abgerufen am 9. Dezember 2007
  2. Roberto Dapit u.a.: Ovčja vas in njena slovenska govorica, Valbruna e la sua parlata slovena. Raziskovalni tabor Kanalska dolina 2003, Stage di ricerca Val Canale 2003, Ukve - Ljubljana 2005.
  3. Scuole trilingui in Val Canale incontro con il consigliere reg. del Pdl Franco Baritussio.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News

22.01.2021
Ethologie | Primatologie
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
22.01.2021
Ökologie | Neobiota
Invasion: Bedrohung durch den Afrikanischen Krallenfrosch wesentlich größer als gedacht
Ein internationales Forscherteam um die beiden Herpetologen Philipp Ginal und Dennis Rödder vom Zoologischen Forschungsmuseum Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK, Museum Koenig) nutzen einen neuen Ansatz zur Abschätzung des invasiven Potenzials einer Art.
22.01.2021
Neurobiologie
Grösse von Nervenverbindungen bestimmt Stärke des Signals
Nervenzellen kommunizieren miteinander via Synapsen.
22.01.2021
Mykologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Getreidelagerung: Naturstoffe wirksamer als chemische Insektizide
Senckenberg-Wissenschaftler Thomas Schmitt hat die Wirksamkeit von Kieselerde und einem parasitischen Pilz als Schutz vor Schadinsekten an Getreide im Vergleich zu einem chemischen Insektizid untersucht.
22.01.2021
Biotechnologie | Insektenkunde
Bioinspirierte Robotik: Von Libellen lernen
Forschungsteam der Uni Kiel entschlüsselt Fangapparat der aquatischen Jäger.
20.01.2021
Genetik | Evolution
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom und hilft, den Landgang der Wirbeltiere besser zu verstehen.
20.01.2021
Zoologie | Ethologie
Weniger gestresst: Hochrangige Hyänenmännchen haben bei Weibchen beste Chancen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) haben herausgefunden, dass die Interaktion mit anderen Männchen für rangniedrige Tüpfelhyänenmännchen "stressiger" ist als für hochrangige.
18.01.2021
Zytologie | Entwicklungsbiologie
Die ersten Löwen-Embryonen aus eingefrorenen Eizellen
E
18.01.2021
Mikrobiologie | Biochemie | Biotechnologie
Mikroorganismus baut Phenol unter extremen Bedingungen ab
Forschende vom Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig haben den Abbau von Phenol durch Saccharolobus solfataricus charakterisiert.
18.01.2021
Physiologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Methanausstoß von Milchkühen messen
Wissenschaftler des Instituts für Nutztierbiologie Dummerstorf haben ein neues Verfahren zur Vorhersage des Methanausstoßes einer Milchkuh entwickelt.
18.01.2021
Zoologie | Genetik | Ethologie
Berliner Igel bilden keine genetisch isolierten Bestände
Igel leben sowohl auf dem Lande als auch in größeren Städten.
16.01.2021
Botanik | Taxonomie
Die einzigartige Flora Neukaledoniens
Sieben neue Arten der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) haben Forscher*innen der Universität Bayreuth in Neukaledonien entdeckt. Auf den Spuren des britischen Entdeckers James Cook untersuchten sie im Frühjahr 2019 die Flora auf der Inselgruppe im Südwestpazifik.
16.01.2021
Taxonomie | Fischkunde
Neue Fischgattung aus Indien: Der Kiemenschlitzaal
Senckenberg-Wissenschaftler Ralf Britz hat gemeinsam mit internationalen Kolleg*innen eine neue Fischgattung beschrieben.
16.01.2021
Anthropologie
Wo man lebt, prägt das Verhalten
Je nachdem, wo auf der Welt sie leben, organisieren Menschen aus Jäger- und Sammlergesellschaften sich ihr Leben zum Beispiel bei der Nahrungssuche, Fortpflanzung, Betreuung des Nachwuchses und sogar hinsichtlich ihres sozialen Umfelds ähnlich wie Säugetier- und Vogelarten, mit denen sie ihren Lebensraum teilen.
16.01.2021
Ökologie | Biochemie
Wie Pflanzen Abwehrgifte bilden ohne sich selbst zu schaden
In einer neuen Studie klären Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Münster die Biosynthese und genaue Wirkungsweise von Diterpen-Glykosiden in wilden Tabakpflanzen auf.
13.01.2021
Zoologie | Ethologie | Meeresbiologie
Kegelrobben fressen Seehunde, Schweinswale – und ihre Artgenossen
Kegelrobben (Halichoerus grypus) sind Deutschlands größte freilebende Raubtiere. Viele Feriengäste kennen das Bild, wenn sie auf Helgoland am Strand oder in anderen Nordseeregionen auf Sandbänken liegen – friedlich nebeneinander oder neben Seehunden.
12.01.2021
Botanik | Ökologie | Insektenkunde
Schmetterling beweist: Karpaten waren in der Eiszeit teilweise bewaldet
Senckenberg-Wissenschaftler haben die Rückzugsorte des Tagfalters Erebia aethiops während der letzten Eiszeit in Europa untersucht.
12.01.2021
Mikrobiologie | Biochemie
Bakterium produziert pharmazeutische Allzweckwaffe
Ein Wirkstoff aus den Blättern einer Zierpflanze gilt seit einigen Jahren als möglicher Vorreiter einer neuen Gruppe potenter Medikamente.
11.01.2021
Zoologie | Physiologie | Video
Neon-grünes Leuchten beim Wüstengecko
Forschende der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM), der LMU und der Hochschule München haben entdeckt, dass der Wüstengecko Pachydactylus rangei aus Namibia unter UV-Licht stark neon-grün fluoreszierende Streifen an den Körperseiten und um die Augen zeigt.
11.01.2021
Ethologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Ziegen mögen Denksport
Wissenschaftler untersuchten in einem Deutsch-Schweizer Projekt die Lernfähigkeit von Ziegen.
09.01.2021
Ethologie | Neurobiologie
Schlaf für Erholung des Gehirns unersetzlich
Forscher*innen des Universitätsklinikums Freiburg weisen erstmals direkt nach, dass während des Schlafens im Gehirn aktive Erholungsprozesse ablaufen, die sich nicht durch Ruhe ersetzen lassen. Die Erkenntnisse sind relevant für optimale Leistung.
07.01.2021
Ökologie | Biodiversität
Starker Rückgang einer einst zahlreichen Tierart
Eine erneute Untersuchung der Puku-Antilopen im Kasanka Nationalpark in Sambia dokumentiert einen starken Rückgang.
07.01.2021
Ethologie | Video | Primatologie
Guineapaviane grunzen mit Akzent
Vokales Lernen führt zur Anpassung der Lautstruktur in einer mehrstufigen Pavian-Gesellschaft.
07.01.2021
Klimawandel | Meeresbiologie
Das neue Gesicht der Antarktis
Die Antarktis könnte künftig ergrünen und von neuen Arten besiedelt werden. Andererseits dürften Spezies verschwinden.
07.01.2021
Klimawandel | Meeresbiologie | Neobiota
Biodiversitäts-Kollaps im östlichen Mittelmeer
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Paolo G.