Solomys salamonis

Solomys salamonis
Systematik
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae)
Tribus: Hydromyini
Uromys-Gruppe
Gattung: Nacktschwanzratten (Solomys)
Art: Solomys salamonis
Wissenschaftlicher Name
Solomys salamonis
(Ramsay, 1883)

Solomys salamonis ist ein extrem seltenes oder bereits ausgestorbenes Nagetier aus der Gattung der Nacktschwanzratten. Die Art ist nur vom Holotypus bekannt, der 1881 von Alexander Morton auf den Florida Islands in den Salomonen gesammelt wurde.

Merkmale

Das einzige bekannte Exemplar ist ein Männchen mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 187 mm. Die Schwanzlänge beträgt 194 mm, die Hinterfußlänge 39 mm und die Ohrenlänge 27 mm. Damit gilt Solomys salamonis als kleinste Art der Nacktschwanzratten. Von Solomys salebrosus und Solomys sapientis, die eine rötlichbraune Fellfärbung aufweisen, unterscheidet sich Salomonys salamonis durch sein einfarbig aschgraues Fell.

Verbreitung

In seiner wissenschaftlichen Erstbeschreibung aus dem Jahre 1883 gab Edward Pierson Ramsay irrtümlich Ugi Island (Uki Ni Masi) als Typuslokalität an. Später wurde der Herkunftsort auf Florida Islands (Nggela Sule) korrigiert.

Status

Die IUCN stuft diese Art in die Kategorie unzureichende Datenlage (data deficient) ein. Bei Befragungen im Jahr 1987 fand der Zoologe Gregory Mengden vom Australian Museum heraus, dass die Insulaner mit einer Rattenart vertraut sind, auf die die Beschreibung von Solomys salamonis zutreffen könnte, jedoch konnte diese Art trotz intensiver Suchen nicht wiederentdeckt werden. Auch Ian Aujure vom Umweltministerium der Salomonen konnte im Jahre 1991 kein Exemplar nachweisen. Da die Florida Islands bereits stark entwaldet sind, ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass Solomys salamonis bereits ausgestorben ist.

Literatur

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

13.06.2021
Anthropologie | Virologie | Immunologie
Wie Viren Immunzellen zu Trojanischen Pferden machen
Zytomegalieviren programmieren Fresszellen der Lunge so um, dass sie selbst Viren produzieren und diese in der Lunge verbreiten.
13.06.2021
Bionik und Biotechnologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Zuckerhirse: Süßes Versprechen für die Umwelt
Zuckerhirse lässt sich zur Herstellung von Biogas, Biokraftstoffen und neuen Polymeren nutzen, zudem kann sie dazu beitragen, Phosphatdünger zu ersetzen.
13.06.2021
Botanik | Physiologie
Todesduft der Pfeifenwinde lockt Sargfliegen in die Blüten
Ein internationales Pflanzenforscherteam hat in einer neuen Studie eine ungewöhnliche und bisher unbekannte Fortpflanzungsstrategie bei Pflanzen entdeckt.
11.06.2021
Ökologie | Biodiversität | Meeresbiologie
Untermieter auf Manganknollen: Schwämme sorgen für Artenreichtum
Tief auf dem Meeresgrund lagern wertvolle Rohstoffe – beispielsweise Knollen aus Mangan, Eisen, Kobalt und Kupfer.
11.06.2021
Morphologie
Das Metallgebiss des Borstenwurms
Metallatome sind für die bemerkenswerte Stabilität von Borstenwurm-Kiefern verantwortlich, zeigen Experimente der TU Wien.
11.06.2021
Paläontologie | Entwicklungsbiologie
Versteinert: 99 Millionen Jahre alte Geburt
Einem Forschungsteam ein außergewöhnlicher Fund gelungen: Sie fanden eine fossile weibliche Landschnecke, die gemeinsam mit ihren fünf Jungtieren in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eingeschlossen wurde.
09.06.2021
Genetik | Neurobiologie
Menschen-Gen macht Mäuse schlauer
Ein Gen, das nur beim Menschen vorkommt, führt bei Mäusen zu einem größeren Gehirn, erhöhter Flexibilität des Gedächtnisses und weniger Ängstlichkeit.
09.06.2021
Taxonomie
„Zombie-Frosch“ entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftlerinnen haben mit einem internationalen Team drei neue Froscharten aus dem nördlichen Amazonasgebiet beschrieben.
09.06.2021
Klimawandel | Primatologie
Kein Platz für Menschenaffen
Der Klimawandel wird das Verbreitungsgebiet afrikanischer Menschenaffen in den nächsten 30 Jahren drastisch verkleinern.
07.06.2021
Ökologie | Klimawandel | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Art der Waldnutzung beeinflusst Lebensrhythmus der Wildpflanzen
Durch die Klimaerwärmung verschieben sich bei vielen Pflanzen die jahreszeitlichen Rhythmen, zum Beispiel die Blütezeit.
07.06.2021
Ethologie | Vogelkunde
Junge Seeadler bleiben länger im elterlichen Revier
Seeadler reagieren sensibel auf Störungen durch den Menschen, weshalb in unmittelbarer Umgebung der Horste forst- und landwirtschaftliche Nutzungen beschränkt sind.
07.06.2021
Ethologie | Vogelkunde
Vertrauen bei Rabenvögeln
Rabenvögel benutzen soziale Informationen, um sich vor Täuschung durch Artgenossen aus Nachbarterritorien zu schützen.