Biosphäre Potsdam

Biosphäre von innen

Die Biosphäre Potsdam ist ein Tropenhaus in der Stadt Potsdam. Das Gebäude der Biosphäre befindet sich im Volkspark Potsdam, einer neueren Parkanlage zwischen dem Park Sanssouci und dem Neuen Garten. Das ehemals militärisch genutzte Gelände wurde eigens für die Bundesgartenschau 2001 neu hergerichtet. Der Entwurf für das Gebäude stammt vom Berliner Architektenbüro Barkow Leibinger.

Das Gebäude beherbergt ca. 20.000 tropische Pflanzen mit ca. 350 verschiedenen Arten und tropische Tiere (darunter Leguane, Schlangen, Spinnen, Frösche, Gottesanbeterinnen, freilaufende Geckos und Fasane). Auf mehreren Ebenen werden Boden, Wasser und Luft als Elemente der Gestaltung genutzt. Die Biosphäre unterscheidet sich deutlich von klassischen Botanischen Gärten durch ein Konzept als Naturerlebniswelt bzw. Veranstaltungsort mit wechselnden Sonderthemen rund um die Natur. Ab dem 23. Mai 2012 steht, passend zu den Olympischen Spielen in London, das Thema Rekorde auf dem Programm: "ANIMALYMPIA - Rekorde im Tier- und Pflanzenreich" zeigt, warum manche Tiere zu Höchstleistungen in verschiedensten Disziplinen in der Lage sind, warum sie sie brauchen und wie sie sich damit mit menschlichen Rekordhaltern messen können. Dafür sind diese Tiere in lebens- und überlebensgroßen Exponaten im Dschungel aufgebaut. Speziell in den Wintermonaten finden regelmäßig Abendveranstaltungen für Erwachsene und Kinder statt, und für Kindergruppen werden eine Schatzsuche und ein Dschungelabenteuer angeboten. Auch kann die Biosphäre Potsdam mit ihren drei tropischen Eventlocations (Veranstaltungshalle „Orangerie“, „Tropencamp“ und das Restaurant „Luncheon“) angemietet werden.

Finanzierung

Die Biosphäre wird von der städtischen Pro Potsdam betrieben und musste 2010 und 2011 mit jeweils 1,7 Millionen Euro von der Stadt Potsdam bezuschusst werden, davor lagen die Zuschüsse teilweise sogar noch höher. [1] Der Bau kostete 29 Millionen Euro und wurde mit 21,5 Millionen aus Landesmittel gefördert, unter der Auflage, dass die Halle bis 2016 zweckentsprechend als „touristische Basiseinrichtung“ genutzt werden muss[2]. Es wird seit 2010 ein neuer Investor gesucht.

Einzelnachweise

  1. Peer Straube: Biosphäre wird zur Kostenfalle Potsdamer Neueste Nachrichten vom 16. März 2012
  2. Millionenrisiko Biosphäre PNN vom 16. Februar 2012

Weblinks

52.41869444444413.049638888889Koordinaten: 52° 25′ 7,3″ N, 13° 2′ 58,7″ O

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

19.04.2021
Neobiota
Ausbreitung zweier invasiver Arten: Waschbären und Marderhunde
Der aus Asien stammende Marderhund und der nordamerikanische Waschbär werden sich in Zukunft in Europa vermutlich noch weiter ausbreiten.
19.04.2021
Klimawandel | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Der Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen
Äthiopien könnte in Zukunft weniger besonders hochwertigen Kaffee und mehr durchschnittliche, eher fade schmeckende Sorten erzeugen.
19.04.2021
Anthropologie | Entwicklungsbiologie
Evolution der menschlichen Geburtsprobleme
Im Gegensatz zu den meisten anderen Primaten sind menschliche Neugeborene im Vergleich zur Breite des mütterlichen Geburtskanals sehr groß, was zu einem hohen Risiko sowohl für das Baby als auch die Mutter werden kann.
15.04.2021
Anthropologie | Biodiversität | Primatologie
Bedrohte Lemuren: „Unser Verhalten entscheidet, wer überlebt“
Biologen zeigen in einer Studie am Beispiel des Fingertiers oder Aye-aye wie Bildungsarbeit dazubeitragen kann, bedrohte Tierarten zu schützen.
15.04.2021
Ethologie | Primatologie
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.