David Baker-Gabb

David John Baker-Gabb ist ein neuseeländischer Ornithologe. Er wurde vor allem durch seine Arbeiten über australische Greifvögel und die Vogelwelt Australiens, Neuseelands und Ozeaniens bekannt. Zudem fungierte er von 1993 bis 1997 als Direktor der Royal Australasian Ornithologists Union.

Werdegang

Mit seinen Studien über den Steppenläufer leistete Baker-Gabb einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der australischen Vogelwelt.

Baker-Gabb studierte Landwirtschaft und Biologie an der Massey University in Wellington, wo er 1979 mit dem Master of Science abschloss; in seiner Master-Arbeit beschäftigte er sich mit der Sumpfweihe. Anschließend ging er an die Monash University in Melbourne, wo er mit einer weiteren Arbeit über die Sumpfweihe, die Fleckenweihe und andere australische Greifvögel den Doktorgrad erlangte.

In der Folge widmete er sich von 1984 bis 1987 der Erforschung und dem Arterhalt des Steppenläufers. Zwischen 1988 und 1989 erforschte er die Lebensweise des Fuchshabichts im Northern Territory, bevor er 1990 zum Direktor des Departments für Umwelt und Naturschutz von Victoria ernannt wurde, als der er bis 1992 fungierte.

Ab 1993 amtierte Baker-Gabb als Präsident der Royal Australasian Ornithologists Union; in seine Amtszeit fiel unter anderem die Einrichtung des Gluepot-Reservats in South Australia. Nach 1997 wandte sich Baker-Gabb verstärkt dem Umweltschutz zu, gründete ein Unternehmen zur Beratung in Naturschutzfragen und koordinierte ein Programm zur Erhaltung des Steppenläufers.[1][2]

Familie

David Baker-Gabb ist seit 1981 mit der Ökologin Julie Catherine Fitzherbert verheiratet, die das Handbook of the Birds of Australia, New Zealand and the Antarctic mitgestaltete. Die beiden haben zwei Kinder.[2]

Werke (Auswahl)

  • Aspects of the biology of the Australasian harrier (Circus aeruginosus approximans Peale 1848): a thesis presented for the degree of Master of Science by thesis only in Zoology at Massey University. 1978
  • Comparative ecology and behaviour of swamp harriers circus approximans, spotted harriers C. assimilis and other raptors in Australia and New Zealand. 1982
  • Relative abundance, distribution and seasonal movements of Australian falconiformes 1986-1990. 1999
  • Managing native grasslands to maintain biodiversity and conserve the plains-wanderer. 1993
  • The Black-Eared Miner: A Decade of Recovery. 2008

Verweise

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Baker-Gabb, David auf Bright Sparcs Abgerufen am 25. November 2009.
  2. 2,0 2,1 MASSEY April 2003, S. 35. Abgerufen am 25. November 2009.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

13.05.2021
Botanik | Klimawandel | Biodiversität | Bioinformatik
Mit Smartphones den ökologischen Wandel erfassen
Smartphone-Apps zur Pflanzenbestimmung wie „Flora Incognita“ können nicht nur Pflanzenarten erkennen, sie erfassen auch großräumige ökologische Muster.
13.05.2021
Genetik | Evolution | Immunologie
Neue Erkenntnisse über die Evolution des Immunsystems
Der menschliche Körper verfügt, wie alle anderen Lebewesen auch, über ein sogenanntes angeborenes Immunsystem.
13.05.2021
Toxikologie | Biochemie | Insektenkunde
Meerrettich-Erdfloh: Geschützt mit den Waffen seiner Nahrungspflanze
Wenn Meerrettich-Erdflöhe an ihren Wirtspflanzen fressen, nehmen sie nicht nur Nährstoffe, sondern auch Senfölglykoside, die charakteristischen Abwehrstoffe des Meerrettichs und anderer Kreuzblütengewächse, auf.
13.05.2021
Toxikologie | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Die Achillesferse eines Käfers: Glyphosat
Der Getreideplattkäfer lebt in enger Gemeinschaft mit symbiotischen Bakterien.
13.05.2021
Zoologie | Ökologie
Globaler Atlas soll große Tierwanderungen bewahren
Wildtiere soweit das Auge reicht: Millionen von Gnus ziehen gemeinsam mit Zebras, Gazellen und Antilopen durch das grüne Gras weiter Ebenen in Ostafrika.
11.05.2021
Zytologie | Physiologie | Bioinformatik
Wie man als Einzeller ans Ziel gelangt
Wie ist es ohne Gehirn und Nervensystem möglich, sich gezielt in die gewünschte Richtung zu bewegen? Einzellern gelingt dieses Kunststück offenbar problemlos.
11.05.2021
Ökologie
Studie zur Funktionsweise aquatischer Ökosysteme
Die Funktionen wassergeprägter Ökosysteme können durch hydrologische Schwankungen erheblich beeinflusst und verändert werden.
11.05.2021
Klimawandel | Meeresbiologie
Mit Bakterien gegen die Korallenbleiche
Korallen sind das Rückgrat mariner Ökosysteme der Tropen.
11.05.2021
Zoologie | Ökologie
Afrikanische Wildhunde als Botschafter für das weltweit grösste Naturschutzgebiet
Das weltweit grösste Landschutzgebiet liegt im Süden Afrikas und umfasst 52039000 Quadratkilometer in fünf Ländern.
10.05.2021
Physiologie
Orientierungssinn von Fledermäusen
Säugetiere sehen mit den Augen, hören mit den Ohren und riechen mit der Nase.