Fünfmänniger Spark

Fünfmänniger Spark
Fünfmänniger Spark (Spergula pentandra) (Illustration)

Fünfmänniger Spark (Spergula pentandra) (Illustration)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Paronychioideae
Gattung: Spark (Spergula)
Art: Fünfmänniger Spark
Wissenschaftlicher Name
Spergula pentandra
L.

Der Fünfmännige Spark (Spergula pentandra), auch Fünfmänniger Spörgel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Erscheinungsbild

Die einjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 5 bis 20 cm. Der Stängel ist kahl oder oben drüsig behaart. Die Laubblätter sind linealisch-lanzettlich-pfriemlich, gegenständig und durch Kurztriebe scheinquirlig gebüschelt wirkend. Unterseits besitzen sie keine Längsfurche.

Die Kronblätter sind weiß, lanzettlich, spitzlich und decken sich nicht gegenseitig. Sie sind meist länger als die Kelchblätter. Die Blüte enthält fünf Staubblätter.

Die Samen sind linsenförmig, glatt und mit einem rein-weißen Flügelrand (etwa 0,5 bis 0,8 mm breit) versehen. Dieser ist etwa so breit wie das Mittelfeld. Er blüht im April und Mai.

Verbreitung

Standortansprüche

Der Fünfmännige Spark wächst in offenen Sand- und Steingrusrasen, auf Felsköpfen und in Dünen. Er bevorzugt sommertrockenen, mageren, basenreichen, kalkarmen, humus- und feinerdearmen Sand- und Steingrusboden.

Allgemeine Verbreitung

Spergula pentandra kommt in West- und Mitteleuropa, auf dem Balkan, im Mittelmeerraum sowie in Nordafrika vor. Er ist ein mediterran-submediterranes Florenelement. In Österreich kommt der Fünfmännige Spark sehr selten vor und ist vom Aussterben bedroht. In der Schweiz findet man ihn gelegentlich in collinen Gebieten.

Verbreitung in Deutschland

Der Fünfmännige Spark ist in Deutschland selten anzutreffen. So etwa in Ost-Holstein, Mecklenburg, Brandenburg, im Thüringer Becken, im nördlichen Oberrheingebiet und in der Pfalz.

Sonstiges

Der ähnliche Frühlings-Spark (Spergula morisonii) besitzt meist zehn Staubblätter und hat abgerundete Kronblätter.

Literatur

  • Haeupler/Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands, Ulmer Verlag, Stuttgart, 2000, ISBN 3-8001-3364-4
  • Adler, Oswald, Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Ulmer Verlag, Stuttgart und Wien, 1994, ISBN 3-8001-3461-6
  • Binz, Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz, Schwabe & Co. AG, Basel, 1986, ISBN 3-7965-0832-4
  • Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora, Ulmer Verlag, Stuttgart, 1990, ISBN 3-8001-3454-3
  • Garcke: Illustrierte Flora, 1972, Verlag Paul Parey, ISBN 3-489-68034-0

Weblinks

 Commons: Fünfmänniger Spark – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Das könnte dich auch interessieren