Gelbrücken-Stirnvogel

Gelbrücken-Stirnvogel
Gelbrücken-Stirnvogel (Cacicus cela)

Gelbrücken-Stirnvogel (Cacicus cela)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Stärlinge (Icteridae)
Gattung: Cacicus
Art: Gelbrücken-Stirnvogel
Wissenschaftlicher Name
Cacicus cela
(Linnaeus, 1758)

Der Gelbrücken-Stirnvogel (Cacicus cela), auch Arendajo, ist ein südamerikanischer Singvogel aus der Familie der Stärlinge.

Beschreibung

Cacicus cela -Peru -nest-8.jpg

Das Männchen des Gelbrücken-Stirnvogels erreicht eine Körperlänge von 27,5 bis 29 cm. Die Weibchen sind wesentlich kleiner und erreichen nur eine Größe von 24 bis 25 cm. Das Gefieder ist glänzend schwarz mit gelben Federn an den Flügeldecken, dem Rumpf und am Schwanz. Hierin unterscheiden sich die Geschlechter nur wenig.

Lebensweise

Es ist eine sehr gesellige Art, die in großen Schwärmen vor allem in der Dämmerung aktiv ist. Diese Schwärme sind auch sehr laut und deshalb schon von weither hörbar.

Verbreitung

Verbreitungsgebiet des Gelbrücken-Stirnvogels

Die Art bewohnt das nördliche Südamerika von Ostpanama über Venezuela bis Brasilien, Peru und Bolivien. Ebenso finden sich einige Populationen auf der Karibik-Insel Trinidad.

Bewohnt werden hier hauptsächlich Baumwipfel an Waldrändern, Lichtungen und halboffene Landschaften.

Fortpflanzung

Sie nisten in Kolonien in hängenden Beutelnestern, die sie für gewöhnlich in der Nähe von Wespennestern bauen. Es wird angenommen, dass diese Nachbarschaft einen gewissen Schutz vor räuberischen Tukanen wie Arassaris bietet, die diese Gelege öfters plündern. Sick stellte die Theorie auf, dass die Wespen ebenfalls eine Fliege, die Philornis pici, von den Gelegen der Gelbrücken-Stirnvögel, von deren Geruch sie angeblich angezogen werden, abhalten und somit die Parasitierung durch eine Milbenart verhindert wird. Eine weitere Gefahr ist der Kurzschnabel-Maskentyrann (Legatus leucophaius), der oft seine Eier in die Nester des Gelbrücken-Stirnvogels legt und deren Eier aus dem Nest wirft.

Unterarten

  • Cacicus cela cela (Linnaeus, 1758)
  • Cacicus cela flavicrissus (P. L. Sclater, 1860)
  • Cacicus cela vitellinus (Lawrence, 1864)

Quellen und Verweise

Literatur

  • Das moderne Tierlexikon, Band 5, S. 272, Bertelsmann Lexikon Institut, 1980
  • Urania Tierreich, Vögel Band 3, S. 465, Rowohlt Verlag, 1974

Weblinks

 Commons: Gelbrücken-Stirnvogel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

11.05.2021
Zytologie | Physiologie | Bioinformatik
Wie man als Einzeller ans Ziel gelangt
Wie ist es ohne Gehirn und Nervensystem möglich, sich gezielt in die gewünschte Richtung zu bewegen? Einzellern gelingt dieses Kunststück offenbar problemlos.
11.05.2021
Ökologie
Studie zur Funktionsweise aquatischer Ökosysteme
Die Funktionen wassergeprägter Ökosysteme können durch hydrologische Schwankungen erheblich beeinflusst und verändert werden.
11.05.2021
Klimawandel | Meeresbiologie
Mit Bakterien gegen die Korallenbleiche
Korallen sind das Rückgrat mariner Ökosysteme der Tropen.
11.05.2021
Zoologie | Ökologie
Afrikanische Wildhunde als Botschafter für das weltweit grösste Naturschutzgebiet
Das weltweit grösste Landschutzgebiet liegt im Süden Afrikas und umfasst 52039000 Quadratkilometer in fünf Ländern.
10.05.2021
Physiologie
Orientierungssinn von Fledermäusen
Säugetiere sehen mit den Augen, hören mit den Ohren und riechen mit der Nase.
06.05.2021
Anthropologie | Ethologie
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.
05.05.2021
Ethologie | Evolution
Verhaltensänderungen beim Eis-Essen
Wie Lernen und Evolution zusammenhängen, erforschen die Verhaltenswissenschaften seit über 100 Jahren. Bisher ohne allgemeingültige Antwort.