Genlisea filiformis

Genlisea filiformis
Genlisea filiformis flower 2 Darwiniana.jpg

Genlisea filiformis

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae)
Gattung: Reusenfallen (Genlisea)
Art: Genlisea filiformis
Wissenschaftlicher Name
Genlisea filiformis
Saint-Hilaire

Genlisea filiformis ist eine fleischfressende Pflanze aus der Gattung der Reusenfallen (Genlisea). Sie kommt in Süd- und Mittelamerika vor.

Beschreibung

Die bodenständige Blattrosette besteht aus wenigen bis zahlreichen verkehrt-eiförmig spatelförmigen bis annähernd kreisförmigen Blättern, die eine Länge von 3 bis 5 Millimeter aufweisen. Das äußere Ende des Blattes ist rund oder äußerst stumpf, am Ansatz verjüngt es sich zu einem geflügelten, schlanken Blattstiel, der mindestens ebenso lang wie die Spreite ist. [1]

Der fadenförmige, aber drahtige und biegsame Blütenstandsschaft misst in der Regel zwischen 8 und 20 Zentimetern, er trägt einige wenige lange Haare, die an der Spitze mit Drüsen besetzt sind sowie 3 bis 5 sehr kleine, eiförmige, spitz zulaufende Tragblätter. Er trägt an seinem Ende zwei bis vier Blüten mit schlanken Blütenstielen. Die Kelchzipfel sind annähernd stumpf, elliptisch länglich-rund bis lanzettlich länglich-rund und bewimpert, die rund 4 Millimeter lange Krone ist grünlich-gelb oder zitronengelb, mit einem dicken, sehr stumpfen Sporn, der nur um ein Geringes länger als die Lippen sind. Die Samenkörner sind abgeflacht, verkehrt-eiförmig und gewinkelt. [1]

Verbreitung

Man findet die Pflanze in Brasilien, Venezuela, Guyana, Kuba, Kolumbien, Belize, Bolivien, Nicaragua, Honduras und Guatemala. 2002 wurde erstmals ein Fund aus Mexiko beschrieben, damit ist die Art die am nördlichsten verbreitete aller amerikanischen Arten. [2]

Systematik

Die Art wurde 1833 von Augustin François César Prouvençal de Saint-Hilaire erstbeschrieben. Sie wird -wie fast alle Arten der Gattung- in die Untergattung Genlisea gestellt. [1]

Nachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 D.N. Gibson:Lentibulariaceae. In: Standley, P. C., L. O. Williams, D. Nash. Flora of Guatemala. Fieldiana Bot. 24, Teil X (3-4), 1974, S. 316
  2. Martha Olivera García, Esteban Martínez S.:Primer registro de Genlisea (Lentibulariaceae) para México In: Acta Botánica Mexicana, 59, S. 71-73, 2002, Online

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

11.06.2021
Ökologie | Biodiversität | Meeresbiologie
Untermieter auf Manganknollen: Schwämme sorgen für Artenreichtum
Tief auf dem Meeresgrund lagern wertvolle Rohstoffe – beispielsweise Knollen aus Mangan, Eisen, Kobalt und Kupfer.
11.06.2021
Morphologie
Das Metallgebiss des Borstenwurms
Metallatome sind für die bemerkenswerte Stabilität von Borstenwurm-Kiefern verantwortlich, zeigen Experimente der TU Wien.
11.06.2021
Paläontologie | Entwicklungsbiologie
Versteinert: 99 Millionen Jahre alte Geburt
Einem Forschungsteam ein außergewöhnlicher Fund gelungen: Sie fanden eine fossile weibliche Landschnecke, die gemeinsam mit ihren fünf Jungtieren in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eingeschlossen wurde.
09.06.2021
Genetik | Neurobiologie
Menschen-Gen macht Mäuse schlauer
Ein Gen, das nur beim Menschen vorkommt, führt bei Mäusen zu einem größeren Gehirn, erhöhter Flexibilität des Gedächtnisses und weniger Ängstlichkeit.
09.06.2021
Taxonomie
„Zombie-Frosch“ entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftlerinnen haben mit einem internationalen Team drei neue Froscharten aus dem nördlichen Amazonasgebiet beschrieben.
09.06.2021
Klimawandel | Primatologie
Kein Platz für Menschenaffen
Der Klimawandel wird das Verbreitungsgebiet afrikanischer Menschenaffen in den nächsten 30 Jahren drastisch verkleinern.
07.06.2021
Ökologie | Klimawandel | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Art der Waldnutzung beeinflusst Lebensrhythmus der Wildpflanzen
Durch die Klimaerwärmung verschieben sich bei vielen Pflanzen die jahreszeitlichen Rhythmen, zum Beispiel die Blütezeit.
07.06.2021
Ethologie | Vogelkunde
Junge Seeadler bleiben länger im elterlichen Revier
Seeadler reagieren sensibel auf Störungen durch den Menschen, weshalb in unmittelbarer Umgebung der Horste forst- und landwirtschaftliche Nutzungen beschränkt sind.
07.06.2021
Ethologie | Vogelkunde
Vertrauen bei Rabenvögeln
Rabenvögel benutzen soziale Informationen, um sich vor Täuschung durch Artgenossen aus Nachbarterritorien zu schützen.