Jean-Baptiste Du Tertre

Kupferstich von Jean-Baptiste Du Tertre über eine Indigoterie aus seinem Werk l’Histoire générale des Antilles habitées par les Français' von 1667

Jean-Baptiste Du Tertre (geboren als Jacques Du Tertre, * 1610 in Calais; † 1687 in Paris) war ein Dominikanermönch und Botaniker.

1633 arbeitete er im Hauptquartier der holländischen Armee in Maastricht. Anschließend trat er dem Dominikanerorden bei, wo er den Vornamen Jean-Baptiste annahm. 1640 wurde er als Missionar zu den Antillen geschickt, von wo er 1658 nach Frankreich zurückkehrte.

Er ist der Autor von mehreren Werken über die Antillen, in denen er die indigenen Völker, die Tier- und die Pflanzenwelt beschrieb. Hierzu zählen Histoire générale des îles Saint-Christophe, de la Guadeloupe, de la Martinique et autres de l'Amérique (Paris, 1654), Histoire naturelle et morale des îles Antilles de l'Amérique avec un vocabulaire caraïbe (1658), La Vie de Sainte Austreberte (1659) und l’Histoire générale des Antilles habitées par les Français (vier Bände, 1667 – 1671). Gerade in seinem letzten Werk entwarf Du Tertre den Mythos des „Guten Wilden“, in dem er die „Tugendhaftigkeit der heidnischen Kariben über den Sittenverfall der Europäer stellte“.

Du Tertre war der erste, der das Gelbfieber beschrieb, als 1635, 1640, 1648 und 1667 mehrere Epidemien auf Guadeloupe und Saint Christopher ausbrachen.

Werke (Auswahl)

  • 1654: Histoire générale des îles Saint-Christophe, de la Guadeloupe, de la Martinique et autres de l'Amérique
  • 1658: Histoire naturelle et morale des îles Antilles de l'Amérique avec un vocabulaire caraïbe
  • 1659: La Vie de Sainte Austreberte
  • 1667 – 1671: l’Histoire générale des Antilles habitées par les Français (vier Bände)

Literatur über Jean-Baptiste Du Tertre

  • Maurice Boubier (1925). L’Évolution de l’ornithologie. Librairie Félix Alcan (Paris), coll. Nouvelle collection scientifique : ii + 308 p. (französisch)

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