Polymorphus

Polymorphus
Systematik
Überstamm: Plattwurmartige (Platyzoa)
Stamm: Kratzwürmer (Acanthocephala)
Klasse: Palaeacanthocephala
Ordnung: Polymorphida
Familie: Polymorphidae
Gattung: Polymorphus
Wissenschaftlicher Name
Polymorphus
Luehe, 1911

Polymorphus ist eine Gattung der Kratzwürmer (Acanthocephala), die als Darmparasit vor allem in wildlebenden und domestizierten Wasservögeln wie Schwänen, Enten und Gänsen sowie seltener in Säugetieren lebt.

Merkmale

Der Rumpf der ausgewachsenen Würmer ist durch eine flache Einschnürung in zwei Bereiche getrennt. Der Rüssel (Proboscis) ist einförmig bis zylindrisch, und artabhängig mit 12 bis 22 Hakenreihen zu jeweils 6 bis 12 Einzelhaken versehen. Diese vergrößern sich zur Rüsselmitte und sind sowohl an der Rüsselbasis als auch an der Rüsselspitze relativ klein.

Die Eier sind spindelförmig mit gattungstypischen Ausbuchtungen in der mittleren Hüllschicht der konzentrischen Eihüllen.

Lebensweise

Die ausgewachsenen Tiere der Gattung Polymorphus leben als ausgewachsene Tiere als Darmparasit vor allem im Dünndarm von wildlebenden und domestizierten Wasservögeln wie Schwänen, Enten und Gänsen, einige Arten auch in wasserlebenden Säugetieren. Als Zwischenwirte kommen vor allem Wasserasseln (Asellus aquaticus) sowie Flohkrebse in Frage.

Arten

Innerhalb der Gattung werden etwa 35 Arten unterschieden und in zwei Untergattungen aufgeteilt.[1] Zu den bekanntesten Arten gehört Polymorphus minutus, der als häufiger Parasit die Acanthocephalose des Geflügels auslöst.

Einzelnachweise

  1. nach ITIS

Literatur

  • Theodor Hiepe, Renate Buchwalder, Siegfried Nickel: Lehrbuch der Parasitologie. Band 3: Veterinärmedizinische Helminthologie. Gustav Fischer Verlag, Jena 1985; Seiten 398-399

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

15.04.2021
Anthropologie | Biodiversität | Primatologie
Bedrohte Lemuren: „Unser Verhalten entscheidet, wer überlebt“
Biologen zeigen in einer Studie am Beispiel des Fingertiers oder Aye-aye wie Bildungsarbeit dazubeitragen kann, bedrohte Tierarten zu schützen.
15.04.2021
Ethologie | Primatologie
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.