Prachtfruchttaube

Prachtfruchttaube
Prachtfruchttaube, Männchen

Prachtfruchttaube, Männchen

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Flaumfußtauben (Ptilinopus)
Art: Prachtfruchttaube
Wissenschaftlicher Name
Ptilinopus superbus
(Temminck, 1810)
Prachtfruchttaube

Die Prachtfruchttaube (Ptilinopus superbus) ist eine Art der Taubenvögel. Sie zählt zu den besonders farbprächtigen Fruchttauben. Sie ist in Australasien in mehreren Unterarten verbreitet.

Erscheinungsbild

Die Prachtfruchttaube ist eine kleine Fruchttaube und erreicht eine Körperlänge zwischen 24 und 28 Zentimetern. Sie ist damit etwa so groß wie eine Lachtaube, allerdings etwas gedrungener. Ihr Schwanz ist außerdem etwas kürzer. Sie wiegt durchschnittlich 125 Gramm.[1] [2] Ein Geschlechtsdimorphismus ist vorhanden.

Die Männchen haben eine purpurfarbene Kopfkappe. Über den Hinterhals bis zu den Halsseiten verläuft ein breites orangefarbenes Band. Die Kehle ist silberfarben. Das Brustgefieder ist grau mit helleren Spitzen. Die Unterbrust ist vom weißen Bauch durch ein blaues Band abgesetzt. Die Bauchseiten sind grün mit weißen Flecken. Die Körperoberseite ist gleichfalls grün, schimmert aber kupferfarben. Die Flügeldecken haben schmale gelbe Säume. Die Handschwingen sind schwarz. Der Schnabel ist an der Basis olivfarben und hellt an der Spitze zu einem Gelb auf. Die Iris ist gelb. Die Füße und Beine sind rötlich. Die Weibchen sind überwiegend grün mit einem kleinen blauschwarzen Farbfleck am Hinterkopf. Bei ihnen fehlt das blaue Brustband.

Verbreitung und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet der Prachtfruchttaube ist groß und überlappt sich sehr stark mit dem der Purpurbrust-Fruchttaube. Es erstreckt sich von Maluku über die Inseln Numfoor und Japen, den Aru-Inseln, Sulawesi, Neuguinea, dem Bismarck-Archipel, den Salomonen über das australische Kap York bis nach New South Wales. Der Lebensraum der Prachtfruchttaube sind immergrüne tropische Laubwälder sowie Mangroven und Plantagen.

Verhalten

Wie die meisten Fruchttauben ist auch die Prachfruchttaube eine baumbewohnende Art. Sie ernährt sich von kleinen Beeren und Früchten. Wie viele Fruchttauben weisen auch Prachtfruchttauben eine hohe Kletterfertigkeit auf. Gelegentlich kommt es zu Schwarmbildung. Das Nest ist eine kleine Plattform aus Zweigen und findet sich meist in geringer Höhe in Bäumen. Das Gelege besteht aus einem Ei.

Haltung in menschlicher Obhut

Prachtfruchttaube im Vogelpark Walsrode

Prachtfruchttauben wurden das erste Mal 1865 im Zoo von London gezeigt. Die Tauben, die in sehr warmer Umgebung gehalten werden müssen, sind verhältnismäßige seltene Volierenvögel. Die Nachzucht ist mehrfach erfolgreich gelungen. Zu den Nachzüchtern zählte unter anderem der Vogelpark Walsrode.[1]

Belege

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Rösler, S. 276
  2. Burnie, S. 251

Literatur

  • Gerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde – Freileben, Haltung und Zucht, Verlag M. & H. Schaper, Alfeld Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0
  • David Burnie (Hrsg.): Vögel, München 2008, Dorling Kindersley, ISBN 978-3-8310-1272-5

Weblinks

 Commons: Ptilinopus superbus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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