Albrecht Poppe

Albrecht Poppe, eigentlich Simon Albrecht Poppe (* 8. Juni 1847 in Vegesack; † 17. Februar 1907 ebenda) war ein deutscher Zoologe und Schriftsteller.

Biografie

Poppe war das einzige Kind von Schorse, genannt Georg, Poppe und Frau Margarete. Er besuchte das Gymnasium in Bremen, verließ dieses aber 1868 auf ärztlichen Rat hin. Dank seines ausgezeichneten Abgangszeugnisses begann er trotzdem 1868 sein Medizinstudium in Tübingen. Wiederum machte seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Schon nach wenigen Monaten musste er sein Studium wieder aufgeben, auch ein erneuter Anlauf in Göttingen musste im Sommer 1869 abgebrochen werden.

Zurück bei seinen Eltern, die nun in Bremerhaven lebten, befasste sich Poppe mit ethnographischen, prähistorischen und vor allem zoologischen Studien, die oftmals veröffentlicht wurden. Er zog nach dem Tode seines Vaters mit seiner Mutter erst nach Bremen, heiratete 1882 und siedelte dann mit der Familie nach Vegesack um.

In Vegesack publizierte er weiterhin rege. Er übernahm 1901 die Leitung des Vereins für Naturkunde für Vegesack und Umgebung. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod 1907 inne.

Ehrungen

  • Nach ihm ist die Albrecht-Poppe-Straße in Bremen-Vegesack benannt.
  • Die Springschwanzarten Sminthurus poppei Reuter, 1885, mittlerweile synonym zu Lipothrix lubbocki (Tullberg, 1872)[1], und Schoettella poppei Schäffer, 1896, mittlerweile synonym zu Pseudachorutes dubius Krausbauer, 1898[2], wurden nach Poppe benannt.

Werke (Auswahl)

Zur Vorgeschichte:

  • Beschreibung einiger geschafteter Feuersteinbeile aus dem Gebiete der unteren Weser und Elbe. Verein für Naturkunde für Vegesack und Umgebung, 1879

Zur Zoologie:

  • Zur Säugetier-Fauna des nordwestlichen Deutschland. Verein für Naturkunde für Vegesack und Umgebung, 1882
  • Die freilebenden Copepoden des Jadebusens. Verein für Naturkunde für Vegesack und Umgebung, 1885
  • Ueber parasitische Milben. Verein für Naturkunde für Vegesack und Umgebung, 1888
  • Beiträge zur Fauna der Insel Spiekerooge. Verein für Naturkunde für Vegesack und Umgebung, 1891
  • Die Collembola der Umgegend von Bremen. (in Zusammenarbeit mit C. Schäffer), Abhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Bremen 14, 1897

Literatur

  • Historische Gesellschaft des Künstlervereins (Hg.): Bremische Biographie des 19. Jahrhunderts; Winter, Bremen 1912, Reprint: Schünemann Verlag, Bremen, 1976

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bretfeld, G. (1999): Synopses on Palaearctic Collembola 2: Symphypleona. Abhandlungen und Berichte des Naturkundemuseums Görlitz, 71(1), 1–318.
  2. Bellinger, P.F., Christiansen, K.A. & Janssens, F. (1996-2011): Checklist of the Collembola of the World. http://www.collembola.org/ [Abruf 7. September 2011]

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