Pyrenophora tritici-repentis

(Weitergeleitet von DTR-Blattdürre)


Pyrenophora tritici-repentis
Systematik
Klasse: Dothideomycetes
Unterklasse: Pleosporomycetidae
Ordnung: Pleosporales
Familie: Pleosporaceae
Gattung: Pyrenophora
Art: Pyrenophora tritici-repentis
Wissenschaftlicher Name
Pyrenophora tritici-repentis
(Died.) Drechsler

Pyrenophora tritici-repentis[1], auch bekannt unter seiner Anamorphe Drechslera tritici-repentis, ist ein Pilz aus der Ordnung der Pleosporales, der die Pflanzenkrankheit DTR-Blattdürre vor allem bei Weizen hervorruft. Die Ertragsminderung der Ernte kann durch Herabsetzung der Photosynthese bis zu 30 % betragen.[2]

Merkmale

Der Pilz wächst auf verschiedenen Gräsern und Getreide. Als wichtiges Erkennungsmerkmal gilt die konische, schlangenkopfförmige Basalzelle der Konidien. Diese sind gerade oder leicht gebogen, zylindrisch und apikal gerundet. Sie sind strohfarben, besitzen 5–6 Septen und werden 80–250 × 14–20 µm groß. Die Sporulation erfolgt in einer feuchter Kammer (ähnlich wie bei Drechslera teres, dem Erreger der Netzfleckenkrankheit der Gerste).

Krankheitsbild

Auf bodennahen Blättern bilden sich rundliche, gleichmäßig hellbraun gefärbte Flecke. Sekundärinfektionen fallen durch dunkelbraune Infektionspunkte von ca. 3 mm Durchmesser auf, umgeben von einem gelben Hof. Diese Blattflecken fließen mit der Zeit zusammen und verursachen so eine von der Spitze ausgehende Blattdürre.

Befallsfördernde Faktoren

Befallene Ernterückstände auf der Bodenoberfläche, wie sie bei Mulchsaat häufig vorkommen, sowie infiziertes Saatgut sind für den Pilz förderlich. Außerdem können auch Stressfaktoren wie Wassermangel oder gelegentliche Niederschläge die Ausbreitung fördern.

Quellen

  • Horst Börner, Klaus Schlüter, Jens Aumann: Die wichtigsten Krankheiten und Schädlinge an Acker-, Gemüse- und Obstkulturen mit Angabe der Hauptsymptome. Springer, Berlin Heidelberg 2009, ISBN 978-3-540-49067-8

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Index Fungorum
  2. Manejo de las enfermedades del trigo. Pérez Fernández, Jesús & Corro Molas, Andrés. Web consulted June 1, 2008.

Die News der letzten Tage

21.11.2022
Klimawandel | Ökologie
Was sagen Regenwurm-Ausscheidungen über das eiszeitliche Wetter aus?
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eines internationalen Forschungsprojekts haben eine neue Methode angewendet, um das Klima der Vergangenheit zu rekonstruieren.
20.11.2022
Amphibien- und Reptilienkunde | Genetik | Taxonomie
Jetzt ist es sicher: Die vierte Anakonda-Art wurde verifiziert
Anhand alter noch vorhandener, aber bislang nicht ausgewerteter DNA-Proben gelang es einem Team, den Artstatus der bis über vier Meter lang werdenden Riesenschlange Eunectes beniensis molekulargenetisch abzusichern.
17.11.2022
Biochemie | Immunologie | Zytologie
Neue Einblicke in die Funktion von Mitochondrien
Mitochondrien sind vor allem als die Kraftwerke der Zellen bekannt, diese Zellorganellen sind aber nicht nur für die Energiebereitstellung von Bedeutung.
17.11.2022
Meeresbiologie | Taxonomie
Dornenkronenseesterne aus dem Roten Meer sind endemisch!
Neben dem Klimawandel stellen korallenfressende Dornenkronenseesterne (Acanthaster spp.
17.11.2022
Klimawandel | Meeresbiologie
Eisbedeckung im Südpolarmeer: Auswirkungen auf Meiofauna und Makrofauna
Wissenschaftlerinnen haben erstmals untersucht, wie sich Gemeinschaften von Meiofauna und Makrofauna unter verschiedenen Umweltbedingungen im Südpolarmeer zusammensetzen.
16.11.2022
Biochemie | Physiologie
Pflanzen zwischen Licht und Schatten
In der Forschung werden Pflanzen häufig unter konstantem Licht angezogen, was nicht den natürlichen Bedingungen in der Natur entspricht.
15.11.2022
Anthropologie | Ethologie | Paläontologie
Guten Appetit! Homo hat bereits vor 780.000 Jahren Fisch gekocht
Fischzähne der archäologischen Fundstelle Gesher Benot Ya’aqov in Israel liefern den frühesten Hinweis auf das Garen von Nahrungsmitteln durch unsere Vorfahren.
15.11.2022
Biodiversität | Bioinformatik | Botanik
Eine Weltkarte der Pflanzenvielfalt
Warum gibt es an manchen Orten mehr Pflanzenarten als an anderen?
15.11.2022
Biodiversität | Land-, Forst-, Fisch- und Viehwirtschaft | Ökologie
Biodiversität von Wiesen- und Weideflächen: Ein Gewinn für Natur, Landwirtschaft und Tourismus
Ein internationales Team hat in einer langangelegten Studie nachgewiesen, wie wichtig die Biodiversität von Wiesenflächen für ein breites Spektrum von Ökosystemleistungen und unterschiedliche Interessengruppen ist.
15.11.2022
Biochemie | Land-, Forst-, Fisch- und Viehwirtschaft | Zytologie
Wie funktioniert der Mangantransport in Pflanzen?
Das Protein BICAT3 ist einer der wichtigsten Mangan-Verteiler in Pflanzen - ist es defekt, hat das einen verheerenden Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen.
14.11.2022
Ökologie | Säugetierkunde
Kollisionsrisiko für Fledermäuse bei großen Windkraftanlagen
Um Fledermäuse vor der Kollision mit Windenergieanlagen zu schützen, werden in Genehmigungsverfahren akustische Erhebungen durchgeführt.
09.11.2022
Physiologie | Vogelkunde
Kohlmeisen: Hormonschwankungen als Überlebensvorteil?
Bei freilebenden Kohlmeisen gibt es zwischen Individuen große Unterschiede in der Menge an Stresshormonen im Blut.