Dryopithecinenmuster

Als Dryopithecinenmuster oder Dryopithecus-Muster bezeichnet man das für Dryopithecus typische Zahnkronenmuster der hinteren Backenzähne. Diese weisen beim Dryopithecus fünf Höcker („Tubercula“) auf, die sich auch bei den von ihm – oder seinen nahen Verwandten – abstammenden frühen Menschenaffen und Menschen (Hominiden) finden. Da „Tieraffen“ (d. h. die übrigen Trockennasenaffen) nur vier Höcker aufweisen, ist das Dryopithecinenmuster ein wichtiges Hilfsmittel zur Einordnung fossiler Zahn- und Kieferfunde.

Bei der Gattung Homo sind es hingegen sechs oder sieben Höcker, so dass diese Arten von den älteren Australopithecinen (fünf Höcker) unterschieden werden können.[1]

Literatur

  • Mayer/Daumer: Evolution (BSV, München, 1980)

Einzelnachweise

  1. Friedemann Schrenk in: Spektrum der Wissenschaft, Nr. 9/2010, S. 69

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