Eduard Friedrich Eversmann

Eduard Friedrich von Eversmann (* 23. Januar 1794 in Wehringhausen bei Hagen; † 14. Apriljul./ 26. April 1860greg. in Kasan) war ein deutscher Biologe und Forschungsreisender. Sein botanisches Autorenkürzel lautet „Eversm.“. In der Zoologie wird er meist „Ev.“ abgekürzt.

Leben und Wirken

Eversmann studierte an den Universitäten von Marburg, Halle, Berlin und Tartu. 1814 erhielt er in Halle den Doktortitel in Philosophie und den Magister der freien Wissenschaften, 1816 an der damals deutschsprachigen Universität Dorpat (heute Universität Tartu) den Doktor in Medizin und Geburtshilfe. Ende 1816 lebte er in Slatoust, wo er die tatarische und die persische Sprache und die Religion des Islam studierte. Getarnt als tatarischer Kaufmann reiste er mit Georg von Meyendorff und Christian Heinrich Pander 1820 von Orenburg nach Buchara; seine Absicht, nach Indien vorzudringen, musste er aber aufgeben. Auf dieser Reise sammelte er Pflanzen und Mineralien, die er an die Universität Berlin schickte. 1825 ging er mit einer Militärexpedition nach Khiva.

1828 wurde Eversmann ordentlicher Professor der Zoologie und Botanik der Universität von Kasan. Kasan wurde ihm seitdem zur zweiten Heimat und im Dienst der Universität unternahm er wissenschaftliche Forschungsreisen nach Orenburg, Saratow, Astrachan und in den Kaukasus, sowie vier Reisen ins Ausland.

In seiner über 30 Jahre langen wissenschaftlichen Tätigkeit verfasste er eine Vielzahl wissenschaftlicher Schriften. Er gilt als der Pionier faunistischer Forschung in den südöstlichen Steppen Russlands zwischen Wolga und Ural. Seine Sammlung befindet sich heute im Zoologischen Museum von Sankt Petersburg.

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