Frenzelbrille

Die Frenzelbrille, benannt nach dem Göttinger Otologen Hermann Frenzel (1895–1967), ist eine rundum geschlossene Leuchtbrille mit Plusgläsern von 15,00 Dioptrien. Sie wird als Untersuchungsinstrument bei der Vestibularisprüfung eingesetzt, um die unwillkürlichen Augenbewegungen des kalorischen Nystagmus bei einem Probanden beurteilen zu können. Die stark brechenden Linsen ermöglichen eine genaue Beobachtung der Augenbewegungen, während eine von unten einstrahlende Beleuchtung durch die resultierende Blendung jegliche Fixationsmöglichkeit des Patienten ausschaltet.

Literatur

  • Herbert Kaufmann: Strabismus. Unter Mitarbeit von W. de Decker u. a., Enke, Stuttgart 1986, ISBN 3-432-95391-7.

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