Fritz Rupert Ungemach

Fritz Rupert Ungemach (* 6. Februar 1947 in München; † 20. Dezember 2009 in Leipzig) war ein deutscher Tierarzt und Pharmakologe.

Leben

Ungemach studierte Tiermedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er auch promovierte und sich habilitierte. Nach einer Tätigkeit im Bundesgesundheitsamt nahm er einen Ruf an den Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin auf die Professur für Pharmakologie und Toxikologie an. 1994 erhielt er die Professur für Veterinärpharmakologie an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig und war dort bis zu seinem Tod als Hochschullehrer und Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie tätig.

Ungemachs Forschungsschwerpunkte waren die Regulation autonomer Rezeptoren im Atmungstrakt, Zytotoxizität freier Radikale und Risikobewertung von Rückständen in Lebensmitteln. Er ist Autor von 240 Artikeln, Büchern und Buchbeiträgen. Zusammen mit Wolfgang Löscher und Reinhard Kroker war er Herausgeber des tiermedizinischen Standardwerkes „Pharmakotherapie bei Haus- und Nutztieren“, das 2010 in achter Auflage erschien.

Ungemach war Vorsitzender der Zulassungskommission für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und im Management Board der Europäischen Arzneimittelagentur. Er erhielt die Verdienstmedaille der Food and Agriculture Organization (FAO) und Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie Auszeichnungen der Bundestierärztekammer und der Bayrischen Landestierärztekammer.

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

19.04.2021
Neobiota
Ausbreitung zweier invasiver Arten: Waschbären und Marderhunde
Der aus Asien stammende Marderhund und der nordamerikanische Waschbär werden sich in Zukunft in Europa vermutlich noch weiter ausbreiten.
19.04.2021
Klimawandel | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Der Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen
Äthiopien könnte in Zukunft weniger besonders hochwertigen Kaffee und mehr durchschnittliche, eher fade schmeckende Sorten erzeugen.
19.04.2021
Anthropologie | Entwicklungsbiologie
Evolution der menschlichen Geburtsprobleme
Im Gegensatz zu den meisten anderen Primaten sind menschliche Neugeborene im Vergleich zur Breite des mütterlichen Geburtskanals sehr groß, was zu einem hohen Risiko sowohl für das Baby als auch die Mutter werden kann.
15.04.2021
Anthropologie | Biodiversität | Primatologie
Bedrohte Lemuren: „Unser Verhalten entscheidet, wer überlebt“
Biologen zeigen in einer Studie am Beispiel des Fingertiers oder Aye-aye wie Bildungsarbeit dazubeitragen kann, bedrohte Tierarten zu schützen.
15.04.2021
Ethologie | Primatologie
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.