Heritiera

Heritiera
Heritiera littoralis, Illustration von Blanco.

Heritiera littoralis, Illustration von Blanco.

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Unterfamilie: Sterkuliengewächse (Sterculioideae)
Gattung: Heritiera
Wissenschaftlicher Name
Heritiera
Aiton

Heritiera ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Sterkuliengewächse (Sterculioideae) innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Heimatgebiete sind die tropischen Gebiete von Asien, Afrika und Australasien. Von einigen Arten wird das Holz genutzt [1].

Beschreibung

Heritiera-Arten sind Bäume oder Sträucher. Ältere Bäume besitzen meist Brettwurzeln. Die oberirdischen Pflanzenteile sind meist mit sternförmigen Haaren (Trichome) bedeckt. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind meist gestielt und besitzen eine einfache oder fiedrig geteilte Blattspreite. Meist befinden sich an der Basis des Blattstiele früh abfallende Nebenblätter.

In seitenständigen, zymösen oder rispigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen. Die meist eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die vier bis sechs Kelchblätter sind glocken- oder krugförmig verwachsen. Es sind keine Kronblätter vorhanden. In den männlichen Blüten sind die Androgynophoren kurz. In ein oder zwei Kreisen stehen 4 bis 15 Staubblätter. In den weiblichen sind drei bis fünf zusammenhängende Fruchtblätter und Staminodien vorhanden. Jedes Fruchtblatt besitzt nur eine Samenanlage. Der sehr kurze Griffel endet in einer sehr kleinen Narbe.

Die holzige oder ledrige Frucht besitzt Kanten und öffnet sich bei Reife nicht. Die Samen besitzen kein Endosperm.

Systematik

Die Gattung Heritiera wurde 1789 mit der Typusart Heritiera littoralis Aiton durch William Aiton in Hortus Kewensis; or, a catalogue ..., 3, S. 546-547 aufgestellt. [2] Der Gattungsname Heritiera ehrt den französischen Botaniker Charles Louis L’Héritier de Brutelle (1746–1800). Synonyme für Heritiera Aiton sind: Argyrodendron F.Muell., Tarrietia Blume, Sutherlandia J.F.Gmelin 1792 not R.Br. 1812. [3]

Es gibt etwa 35 Heritiera-Arten. Hier eine Artenauswahl [3]:

  • Heritiera albiflora (Ridley) Kosterm.
  • Heritiera angustata Pierre
  • Heritiera arafurensis Kosterm.
  • Heritiera aurea Kosterm.
  • Heritiera borneensis (Merr.) Kosterm. (Syn.: Tarrietia borneensis Merr.)
  • Heritiera elata Ridley
  • Heritiera fomes Buch.-Ham.
  • Heritiera globosa Kosterm.
  • Heritiera javanica (Blume) Kosterm.
  • Heritiera kanikensis Banerjee & Majumdar
  • Heritiera littoralis Aiton: Wächst an den Mangroveküsten Indiens und des westlichen Pazifischen Ozeans.
  • Heritiera longipetiolata Kaneh.
  • Heritiera macrophylla Wall. ex Kurz
  • Heritiera novoguineensis Kosterm.
  • Heritiera ornithocephala Kosterm.
  • Heritiera parvifolia Merr.
  • Heritiera simplicifolia (Masters) Kosterm.
  • Heritiera sumatrana (Miq.) Kosterm. (Syn.: Tarrietia sumatrana Miq.)
  • Heritiera sylvatica S.Vidal
  • Heritiera trifoliolata (F.Muell.) Kosterm.
  • Heritiera utilis (Sprague) Sprague (Syn.: Tarrietia utilis (Sprague) Sprague, Triplochiton utile Sprague): Wächst an den Mangroveküsten Westafrikas.

Bilder

Die Mangrovepflanze Heritiera littoralis:

Quellen

  • Ya Tang, Michael G. Gilbert & Laurence J. Dorr: Sterculiaceae in der Flora of China, Volume 12, 2007, S. 312: Heritiera - Online. (Abschnitt Beschreibung, Verbreitung und Systematik)

Einzelnachweise

  1. Holznutzung einiger Arten.
  2. Die Gattung bei Tropicos.
  3. 3,0 3,1 Die Gattung bei GRIN.

Weblinks

 Commons: Heritiera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

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