Kegelfrüchtiges Leimkraut

Kegelfrüchtiges Leimkraut
Kegelfrüchtiges Leimkraut (Silene conica)

Kegelfrüchtiges Leimkraut (Silene conica)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Gattung: Leimkräuter
Art: Kegelfrüchtiges Leimkraut
Wissenschaftlicher Name
Silene conica
L.

Das Kegelfrüchtige Leimkraut (Silene conica) ist ein in Mitteleuropa sehr selten vorkommender Angehöriger der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Es blüht vorwiegend im Juni und Juli.

Erscheinungsbild

Die einjährige krautige Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 15 bis 30 cm. Der Stängel ist unverzweigt oder auch ästig, besitzt 6 bis 9 längere Internodien und ist an den unteren Knoten verdickt. Er ist dicht und kurz behaart. Die ebenfalls dicht kurzhaarigen Laubblätter sind schmal-länglich-linealisch geformt, ungestielt, etwa 15 bis 40 mm lang und 1 bis 5 mm breit. Der Blütenstand besteht aus wenigblütigen Dichasien. Der Kelch ist etwa 10 bis 15 mm lang, erst spitzkegelig, später bauchig geformt und am Grunde etwas abgeplattet. Er ist von 30 Nerven gestreift. Die Kelchzähne sind spitz und etwa 4 bis 5 mm lang. Die Krone ist rosafarben, etwa 13 bis 20 mm lang und besitzt eine zweispaltige Platte mit einer Nebenkrone. Die Blüte besitzt 3 Griffel.

Vorkommen

Standortansprüche

Das Kegelfrüchtige Leimkraut wächst auf Sandrasen, Dünen und an Böschungen. Es bevorzugt trockene, kalkarme Sandböden.

Allgemeine Verbreitung

Kegelfrüchtiges Leimkraut

Silene conica kommt vom Mittelmeergebiet bis West- und Mitteleuropa sowie Südschweden und England vor. Östlich bis Russland, Vorderasien und Westsibirien vordringend. Es ist ein submediterranes Florenelement. In Österreich ist die Art sehr selten, kommt natürlich nur in Niederösterreich und im Burgenland vor, sekundär in Salzburg und Steiermark. In der Schweiz ist sie nur gelegentlich verschleppt zu finden.

Verbreitung in Deutschland

Das Kegelfrüchtige Leimkraut ist in Deutschland selten im Rhein-Main-Gebiet (Großer Sand (Mainz)) sowie in Ostdeutschland zu finden.

Sonstiges

Die Staubblätter und Griffel entfalten sich nacheinander innerhalb desselben Tages. Vermutlich tritt Selbstbestäubung auf.

Artenschutz

Kegelfrüchtiges Leimkraut
  • Gefährdung in Deutschland: Kategorie 3: gefährdet
  • Gefährdung in Österreich: Kategorie 1: vom Aussterben bedroht

Literatur

  • Garcke: Illustrierte Flora. 1972, Verlag Paul Parey, ISBN 3-489-68034-0
  • Sebald, Seybold,Philippi: Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. 1990, Ulmer Verlag, Stuttgart, ISBN 3-8001-3366-0
  • Adler, Oswald, Fischer: Exkursionsflora von Österreich. 1994, Ulmer Verlag, Stuttgart und Wien, ISBN 3-8001-3461-6
  • Binz, Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz. 1986, Schwabe & Co. AG, Basel, ISBN 3-7965-0832-4
  • Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora. 1990, Ulmer Verlag, Stuttgart, ISBN 3-8001-3454-3

Weblinks

 Commons: Kegelfrüchtiges Leimkraut – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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