Kynologie

Die Kynologie (gr. κύον kýon „Hund“ und -logie) ist die Lehre von Rassen,[1] Zucht, Pflege, Verhalten, Erziehung und Krankheiten der Haushunde.[2]

Allgemein

Kynologe ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Es gibt keinen Lehrstuhl für Kynologie, aber seit Oktober 2010 einen Universitätslehrgang Angewandte Kynologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.[3] Außerdem gibt es Wissenschaftler mit kynologischer Schwerpunktsetzung wie Dorit Feddersen-Petersen oder Hansjoachim Hackbarth.

Es existieren Stiftungen zur Finanzierung kynologischer Forschung wie zum Beispiel die Albert-Heim-Stiftung am Naturhistorischen Museum Bern[4] und die Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung.[5]

In jüngerer Zeit findet sich als alternative Bezeichnung für die im universitären Rahmen betriebene Kynologie auch der englische Begriff der Canine Science (dt. Hundewissenschaft oder Wissenschaft des Hundes).[6]

Bekannte Kynologen

Siehe auch Kategorie:Kynologe

Verbände im deutschsprachigen Raum

Siehe auch

 Portal:Hund – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Hund

Quellen und weiterführende Links

Einzelnachweise

  1. Erwähnung von „Rassen“ in der Definition von Kynologie nach Brockhaus Enzyklopädie
  2. Duden. Band 1: Die deutsche Rechtschreibung. 24. Auflage. Dudenverlag, Mannheim, Leipzig, Wien und Zürich 2006
  3. Lehrgang „Angewandte Kynologie“ an der Veterinärmedizinischen Universität Wien
  4. Webauftritt der Albert-Heim-Stiftung
  5. Webauftritt der Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung
  6. Canine Science Forum 2010

Literatur

  • Wilhelm Wegner: Kleine Kynologie. Mit einem Anhang: Katzen, Zoonosen. 4., völlig neu bearbeitete, erweiterte Auflage. Terra-Verlag, Konstanz 1995, 525 S., ISBN 3-920942-12-4
  • Walter Glättli: Kynologie von 1863 bis zur Gegenwart. Eine Chronik über Menschen und ihre Hunde. W. Glättli, Kilchberg 1996, 324 S.

Weblinks

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