Lepidocaryeae

Lepidocaryeae
Mauritia flexuosa

Mauritia flexuosa

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Palmenartige (Arecales)
Familie: Palmengewächse (Arecaceae)
Unterfamilie: Calamoideae
Tribus: Lepidocaryeae
Wissenschaftlicher Name
Lepidocaryeae
Mart. ex Dumort.

Die Lepidocaryeae sind eine Tribus der Palmengewächse (Arecaceae).

Merkmale

Die Vertreter der Lepidocaryeae sind baumförmige oder stammlose oder kletternde Palmen. Sie sind diözisch, monözisch oder zwittrig, sie können mehrfach oder nur einmal blühend sein. Die Blätter sind gefiedert oder fächerförmig. Die Palmen sind mit Stacheln bewehrt oder sie sind unbewehrt. Die Blütenstände besitzen gewöhnlich in zwei Zeilen (distich) stehende Hochblätter. Die Narben sind pyramidenförmig.

Verbreitung

Die Vertreter kommen im tropischen Bereich von Zentral- und Südamerika sowie von Westafrika bis Madagaskar vor.

Systematik

Die Tribus Lepidocaryeae wird innerhalb der Palmengewächse in die Unterfamilie Calamoideae gestellt. Die Tribus im Sinne von Dransfield et al. (2008) werden in den meisten Studien als natürliche Verwandtschaftsgruppe (Monophylum) identifiziert. Ihre Schwestergruppe sind die Calameae.

Zur Tribus werden sieben Gattungen in drei Subtriben gezählt:

Subtribus Ancistrophyllinae

Die Vertreter sind kletternde, zwittrige oder monözische Palmen. Sie können einmal oder mehrmals blühen. Die Blätter sind gefiedert, bewehrt und haben Cirri mit zurückgebogenen Akanthophyllen. Während die Gattungen vegetativ recht ähnlich sind, zeigen sie in den Blütenständen eine beträchtliche Vielfalt. Sie wachsen in den afrikanischen Tropen.

Subtribus Raphiinae

Die Vertreter sind stammlose oder baumförmige, monözische, einmal blühende Palmen. Die Blätter sind gefiedert, Blattstiel und Rhachis sind unbewehrt. An den Blütenständen tragen die Rachillae unten weibliche und an den Enden männliche Blüten. Die Arten kommen in den afrikanischen Tropen vor, eine Art in Südamerika.

Subtribus Mauritiinae

Die Vertreter sind baumförmige, diözische, mehrfach blühende Palmen. Die Blätter sind fächerförmig und unbewehrt. Die Pollenkörner sind kugelig mit intectaten Vorsprüngen. Der Samen ist klein und hat an der Spitze einen knopfartigen Anhang.

Die Verwandtschaft zwischen den Subtriben stellt sich wie folgt dar:




Mauritiinae


     

Raphiinae



     

Ancistrophyllinae



Belege

  • John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage, Royal Botanic Gardens, Kew, 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 146ff.

Weblinks

 Commons: Lepidocaryeae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

22.10.2021
Physiologie | Toxikologie | Insektenkunde
Summ-Summ-Summ, Pestizide schwirr´n herum
Was Rapsfelder und Obstplantagen schützt, bedeutet für manche Organismen den Tod: Insektizide und Fungizide werden in der Landwirtschaft gegen Schädlinge und Pilze eingesetzt.
21.10.2021
Mikrobiologie | Genetik | Virologie
Kampf gegen Viren mit austauschbaren Verteidigungsgenen
Bakterien verändern mobile Teile ihres Erbgutes sehr schnell, um Resistenzen gegen Viren zu entwickeln.
21.10.2021
Genetik | Säugetierkunde
Endlich geklärt: Die Herkunft der heutigen Hauspferde
Pferde wurden zuerst in der pontisch-kaspischen Steppe im Nordkaukasus domestiziert, bevor sie innerhalb weniger Jahrhunderte den Rest Eurasiens eroberten.
21.10.2021
Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Entwicklungsbiologie | Säugetierkunde
Eizellenentnahme bei einem von zwei Nördlichen Breitmaulnashörnern eingestellt
Nach einer speziellen, umfassenden ethischen Risikobewertung hat das Team nun beschlossen, das ältere der beiden verbleibenden Weibchen – die 32-jährige Najin –, als Spenderin von Eizellen (Oozyten) in den Ruhestand zu schicken.
20.10.2021
Toxikologie | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Verheerende Auswirkungen von Insektenvernichtungsmittel
Neonicotinoide beeinflussen menschliche Neurone und schädigen potentiell somit nicht nur Insektenzellen, sie sind synthetisch hergestellte Wirkstoffe, die zur Bekämpfung von Insekten eingesetzt werden.
19.10.2021
Biochemie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Bioinformatik
Wie Künstliche Intelligenz dabei hilft, Enzymtätigkeit zu quantifizieren
Ein internationales Bioinformatikerteam entwickelte ein neues Verfahren, um die die Reaktionskinetik bestimmende Michaelis-Konstante vorherzusagen.
19.10.2021
Physiologie | Neurobiologie | Vogelkunde
Vogel-Pupillen verhalten sich anders als erwartet
Die Pupille regelt nicht nur den Lichteinfall ins Auge, sondern spiegelt den Zustand des wachen Gehirns wider.
20.10.2021
Ethologie | Neurobiologie | Säugetierkunde
Findet Rico - „den ganz besonderen Hund“
Zwei Forscherinnen sind auf der Suche nach „dem einen ganz besonderen Hund“.