Leptospermum

Leptospermum
Leptospermum scoparium, Blüte.

Leptospermum scoparium, Blüte.

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Unterfamilie: Leptospermoideae
Gattung: Leptospermum
Wissenschaftlicher Name
Leptospermum
J.R.Forster & G.Forster

Leptospermum ist eine Pflanzengattung in der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Der botanische Name leitet sich aus den griechischen Wörtern leptos für zart oder dünn und sperma für Samen ab.

Verbreitung

Die Arten der Gattung Leptospermum sind in Australien weitverbreitet, die größte Artenvielfalt gibt es dabei im Süden des Kontinents. Das Verbreitungsgebiet zweier Arten reicht bis Malaysia, die Art Leptospermum scoparium ist in Neuseeland beheimatet.

Beschreibung

Leptospermum sind immergrüne Sträucher oder kleine Bäume, die Wuchshöhen von 1 bis 8 m oder selten 15 bis 20 m erreichen. Die ganzen Pflanzen enthalten ätherische Öle. Die gegenständig und spiralig am Zweig angeordneten Laubblätter sind einfach, können klein bis mittelgroß sein und haben einen glatten Blattrand. Nebenblätter sind vorhanden. Die Blüten stehen einzeln oder zu wenigen in zymösen Blütenständen zusammen. Die radiärsymmetrischen, fünfzähligen Blüten sind zwittrig oder funktional männlich. Die fünf Kronblätter sind weiß, rosa oder rot. In der Regel sind sehr viele (5 bis 55) fertile Staubblätter vorhanden. Zwei bis zwölf Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen mit einem Griffel und einer Narbe. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie). Sie bilden trockene Kapselfrüchte mit einigen oder vielen, geflügelten oder ungeflügelten, leichten Samen.

Leptospermum-Arten sind Kurztagpflanzen, deren kritische Tageslänge von der Temperatur abhängig ist. Unter Langtagbedingungen kommt es bei über 20 °C zu einem kräftigen Längenwachstum.

Nutzung

Einige Arten und ihre Sorten sind Zierpflanzen.

Aus einigen Arten stellten die ersten australischen Siedler einen Tee-Ersatz her. [1]

Aus der Südseemyrte oder Manukastrauch (Leptospermum scoparium) wird das Manukaöl gewonnen. Dieses ätherische Öl dient heute der Körperpflege. Aus den Blättern und jungen Zweigen wird es durch schonende Wasserdampfdestillation gewonnen. Es ist gelblich-klar, aromatisch duftend und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Es macht die Haut widerstandsfähiger, fördert Wundheilung und Vernarbung, hilft bei Herpes und Pilzerkrankungen und soll verträglicher sein als das bekanntere australische Teebaumöl. Die Ureinwohner Neuseelands, die Māori, behandelten mit Pflanzenteilen Verbrennungen, Entzündungen, Insektenstiche und Verwundungen ihrer Krieger.

Systematik

Es gibt etwa 80 bis 86 Leptospermum-Arten [2]:

  • Leptospermum amboinense
  • Leptospermum arachnoides
  • Leptospermum brachyandrum (F.Muell.) Druce
  • Leptospermum brevipes
  • Leptospermum confertum Joy Thomps.
  • Leptospermum coriaceum (F.Muell. ex Miq.) Cheel
  • Leptospermum deuense
  • Leptospermum emarginatum H.L.Wendl. ex Link
  • Leptospermum epacridoideum
  • Leptospermum erubescens Schauer
  • Leptospermum exsertum Joy Thomps.
  • Leptospermum fastigiatum S.Moore
  • Leptospermum flavescens Sm.
  • Leptospermum glabrescens Wakef.
  • Leptospermum grandiflorum
  • Leptospermum incanum Turcz.
  • Leptospermum inelegans Joy Thomps.
  • Leptospermum javanicum
  • Leptospermum juniperinum Sm.
  • Leptospermum laevigatum (Gaertn.) F.Muell.
  • Leptospermum lanigerum (Sol. ex Aiton) Sm.
  • Leptospermum liversidgei R.T.Baker & H. G.Sm.
  • Leptospermum luehmannii F.M.Bailey
  • Leptospermum macgillivrayi Joy Thomps.
  • Leptospermum macrocarpum (Maiden & Betche) Joy Thomps.
  • Leptospermum madidum A.R.Bean
  • Leptospermum maxwellii S.Moore
  • Leptospermum microcarpum Cheel
  • Leptospermum minutifolium C.T.White
  • Leptospermum multicaule
  • Leptospermum myrsinoides Schltdl.
  • Leptospermum myrtifolium Sieber ex DC.
  • Leptospermum nitens Turcz.
  • Leptospermum nitidum
  • Leptospermum obovatum Sweet
  • Leptospermum oligandrum Turcz.
  • Leptospermum parviflorum
  • Leptospermum parvifolium
  • Leptospermum petersonii F.M.Bailey
  • Leptospermum polygalifolium (Maiden & Betche) F.A.Rodway ex Cheel
  • Leptospermum purpurascens
  • Leptospermum recurvum
  • Leptospermum roei Benth.
  • Leptospermum rotundifolium (Maiden & Betche) F.A.Rodway
  • Leptospermum rupestre Hook. f.
  • Südseemyrte oder Neuseelandmyrte (Leptospermum scoparium J.R. & G.Forst.)
  • Leptospermum semibaccatum Cheel
  • Leptospermum sericeum Labill.
  • Leptospermum sphaerocarpum Cheel
  • Leptospermum spinescens Endl.
  • Leptospermum squarrosum Gaertn.
  • Leptospermum subtenue Joy Thomps
  • Leptospermum trinervium (Sm.) Joy Thomps.
  • Leptospermum trinervium (Sm.) Joy Thomps.
  • Leptospermum turbinatum
  • Leptospermum variabile
  • Leptospermum wooroonooran

Synonyme für Leptospermum sind Fabricia Gaertn., Leptospermopsis S.Moore, Macklottia Korth..

Weitere Bilder

Leptospermum laevigatum:

Quellen

Einzelnachweise

  1. Eintrag bei Plants for a Future. (engl.)
  2. Eintrag bei GRIN.

Weblinks

 Commons: Leptospermum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

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