Lichtscheu

Klassifikation nach ICD-10
H53.1 Subjektive Sehstörungen
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Eine Lichtscheu oder Photophobie ist eine Überempfindlichkeit der Augen gegenüber Lichteinwirkung, so dass die betroffenen Personen gerne abgedunkelte Räume aufsuchen.

Typischerweise kann diese bei neurologischen Erkrankungen wie einer Migräne oder Meningitis sowie ophthalmologischen Erkrankungen wie einer Aphakie (Linsenlosigkeit), Bindehautentzündungen jeglicher Ursache und anderen Entzündungen im Augenbereich, z. B. einer Iridozyklitis, vorkommen. Außerdem ist eine Lichtscheu des Säuglings ein diagnostisches Zeichen für ein angeborenes Glaukom. Auch Albinos zeigen oft ausgeprägte Lichtscheu. Des Weiteren kann ein Defekt der Tyrosinaminotransferase vorliegen (Hypertyrosinämie/ Tyrosinose Typ II). Tyrosinaminotransferase wird im Abbau der Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin benötigt.

Auch einige Tiere wie die Schaben und Tausendfüßer sind ausgesprochen lichtscheu und somit meist dämmerungs- oder nachtaktiv.

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