Macadamia integrifolia

Macadamia integrifolia
Starr 070112-3410 Macadamia integrifolia.jpg

Macadamia integrifolia

Systematik
Eudikotyledonen
Ordnung: Silberbaumartige (Proteales)
Familie: Silberbaumgewächse (Proteaceae)
Unterfamilie: Grevilleoideae
Gattung: Macadamia
Art: Macadamia integrifolia
Wissenschaftlicher Name
Macadamia integrifolia
Maiden & Betche

Macadamia integrifolia ist eine Pflanzenart aus der Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae). Es sind kleine bis mittelgroße Bäume, die aus dem Südosten Australiens stammen. Bekannt ist sie durch ihre essbaren Früchte, die Macadamianüsse.

Beschreibung

Macadamia integrifolia wächst als Baum und erreicht eine Höhe von 6 bis 18 m. Die Laubblätter stehen zu dritt in Quirlen an den Zweigen. Das ledrige, unbehaarte Blatt ist oval bis umgekehrt-eiförmig, der Blattrand ist leicht gewellt und manchmal stachlig gezähnt. Die Blattspitze ist variabel: abgerundet, zugespitzt oder leicht eingezogen. Oberseits ist die Blattspreite glänzend grün, die Unterseite ist heller mit deutlich hervortretender Mittelrippe. Die Blätter sind 6,5 bis 14 cm lang bei einer Breite von 2 bis 6,5 cm. Der Blattstiel misst nochmals 0,6 bis 1,8 cm. [1]

Der Blütenstand ist eine 8,5 bis 25 cm lange Traube aus Doppelblüten: je zwei Blüten stehen in der Achsel eines Tragblattes. Die cremefarbenen oder rosafarbenen[2] Blütenblätter werden 0,5 bis 1 cm lang. Blütenstandsachse, Blütenblätter und der Fruchtknoten sind behaart.[3] Die Frucht ist rundlich mit einem Durchmesser von 2 bis 4,5 cm, sie umgibt mit einer ledrigen, 2 bis 6 mm dicken Schale (Perikarp) den einzelnen Samen. Die verholzte Samenschale (Testa) ist 6 bis 10 mm dick. [1]

Verbreitung

Macadamia integrifolia ist in einem kleinen Gebiet im Norden von New South Wales und im Südosten von Queensland beheimatet. Sie wächst dort in Regenwäldern. [1]

Verwendung

Von links: Grüne, geschlossene Frucht. Reife, aufplatzende Frucht. Samen mit Samenschale. Samen ohne Samenschale.

Die Samen von Macadamia integrifolia sind essbar und als Macadamianüsse im Handel. Macadamia integrifolia und Hybriden mit Macadamia tetraphylla werden deshalb auch außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes angebaut.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2  C. L. Gross: Macadamia. In: Flora of Australia. Bd 16, 1995 (http://www.anbg.gov.au/abrs/online-resources/flora/stddisplay.xsql?pnid=2526).
  2.  G. J. Harden: Macadamia. In: Flora of New South Wales. (http://plantnet.rbgsyd.nsw.gov.au/cgi-bin/NSWfl.pl?page=nswfl&lvl=sp&name=Macadamia~integrifolia).
  3.  Huaxing Qiu, Peter H. Weston: Macadamia. In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Bd 5, Missouri Botanical Garden Press, St. Louis 2004, S. 199 (eFloras.org).

Weblinks

 Commons: Macadamia integrifolia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

13.06.2021
Anthropologie | Virologie | Immunologie
Wie Viren Immunzellen zu Trojanischen Pferden machen
Zytomegalieviren programmieren Fresszellen der Lunge so um, dass sie selbst Viren produzieren und diese in der Lunge verbreiten.
13.06.2021
Bionik und Biotechnologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Zuckerhirse: Süßes Versprechen für die Umwelt
Zuckerhirse lässt sich zur Herstellung von Biogas, Biokraftstoffen und neuen Polymeren nutzen, zudem kann sie dazu beitragen, Phosphatdünger zu ersetzen.
13.06.2021
Botanik | Physiologie
Todesduft der Pfeifenwinde lockt Sargfliegen in die Blüten
Ein internationales Pflanzenforscherteam hat in einer neuen Studie eine ungewöhnliche und bisher unbekannte Fortpflanzungsstrategie bei Pflanzen entdeckt.
11.06.2021
Ökologie | Biodiversität | Meeresbiologie
Untermieter auf Manganknollen: Schwämme sorgen für Artenreichtum
Tief auf dem Meeresgrund lagern wertvolle Rohstoffe – beispielsweise Knollen aus Mangan, Eisen, Kobalt und Kupfer.
11.06.2021
Morphologie
Das Metallgebiss des Borstenwurms
Metallatome sind für die bemerkenswerte Stabilität von Borstenwurm-Kiefern verantwortlich, zeigen Experimente der TU Wien.
11.06.2021
Paläontologie | Entwicklungsbiologie
Versteinert: 99 Millionen Jahre alte Geburt
Einem Forschungsteam ein außergewöhnlicher Fund gelungen: Sie fanden eine fossile weibliche Landschnecke, die gemeinsam mit ihren fünf Jungtieren in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eingeschlossen wurde.
09.06.2021
Genetik | Neurobiologie
Menschen-Gen macht Mäuse schlauer
Ein Gen, das nur beim Menschen vorkommt, führt bei Mäusen zu einem größeren Gehirn, erhöhter Flexibilität des Gedächtnisses und weniger Ängstlichkeit.
09.06.2021
Taxonomie
„Zombie-Frosch“ entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftlerinnen haben mit einem internationalen Team drei neue Froscharten aus dem nördlichen Amazonasgebiet beschrieben.
09.06.2021
Klimawandel | Primatologie
Kein Platz für Menschenaffen
Der Klimawandel wird das Verbreitungsgebiet afrikanischer Menschenaffen in den nächsten 30 Jahren drastisch verkleinern.
07.06.2021
Ökologie | Klimawandel | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Art der Waldnutzung beeinflusst Lebensrhythmus der Wildpflanzen
Durch die Klimaerwärmung verschieben sich bei vielen Pflanzen die jahreszeitlichen Rhythmen, zum Beispiel die Blütezeit.
07.06.2021
Ethologie | Vogelkunde
Junge Seeadler bleiben länger im elterlichen Revier
Seeadler reagieren sensibel auf Störungen durch den Menschen, weshalb in unmittelbarer Umgebung der Horste forst- und landwirtschaftliche Nutzungen beschränkt sind.
07.06.2021
Ethologie | Vogelkunde
Vertrauen bei Rabenvögeln
Rabenvögel benutzen soziale Informationen, um sich vor Täuschung durch Artgenossen aus Nachbarterritorien zu schützen.