Martinella

Martinella
Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae)
Gattung: Martinella
Wissenschaftlicher Name
Martinella
Baill.

Die Martinella sind eine Pflanzengattung, die zur Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae) gehört. Die beiden ihr zugehörigen Arten sind in den tropischen Gebieten Amerikas beheimatet.

Beschreibung

Martinella-Arten sind Lianen, deren Sprossachsen im Querschnitt ein viergeteiltes Phloem zeigen. Die Zweige sind unbehaart und drehrund, zwischen den Ansatzpunkten der gegenständig stehenden Laubblätter befinden sich keine Drüsen, jedoch wird dort eine Rinne gebildet. Die Laubblätter sind zweigeteilt, oftmals ist ein drittes Teilblatt zu einer Ranke umgebildet. Pseudonebenblätter werden nicht gebildet.

Die Blütenstände sind achselständige Trauben. Der Kelch ist mit mehr als 11 cm sehr lang, er ist röhrenförmig bis glockenförmig, zweilappig bis unregelmäßig drei- bis vierlappig, häutig und nicht mit Drüsen besetzt. Die Krone ist dunkel weinrot gefärbt, röhrenförmig bis glockenförmig, gerade und häutig. Die vier Staubblätter stehen nicht über die Krone hinaus, die Staubbeutel sind unbehaart, ihre Theken gerade. Der Fruchtknoten ist linealisch-zylindrisch, spärlich mit feinen Schuppen bedeckt und enthält je Fruchtknotenfach vier (selten nur zwei oder drei) Reihen Samenanlagen. Der Fruchtknoten steht auf einem becherförmigen Blütenboden.

Die Früchte sind linealische, stark abgeflachte Kapseln. Diese verholzen und sind glatt sowie mit einigen Korkporen versehen. Die Samen sind unbehaart und mit zwei Flügeln versehen.

Verbreitung

Die Arten der Gattung Martinella kommen vom südlichen Mexiko bis nach Brasilien und Bolivien vor.

Systematik

Innerhalb der Gattung werden zwei Arten unterschieden:

  • Martinella iquitosensis
  • Martinella obovata

Literatur

  • E. Fischer, I. Theisen und L.G. Lohmann: Bignoniaceae. In: Klaus Kubitzki, Joachim W. Kadereit (Hrsg.): Flowering Plants, Dicotyledons: Lamiales (except Acanthaceae Including Avicenniaceae), Springer Verlag, 2004. ISBN 978-3-5404059-3-1. S. 30.

Das könnte dich auch interessieren