Natur- und Umweltpark Güstrow

Natur- und Umweltpark Güstrow
Vollständiger Name: Natur- und Umweltpark Güstrow
Motto: Natürlich wild und bärenstark
Ort: Verbindungschaussee,
18273 Güstrow
Fläche: ca. 200 Hektar
Organisation
Leitung: Klaus Tuscher
Förderorganisationen: Förderverein Natur- und Umweltpark Güstrow e.V.
http://www.nup-guestrow.de
Natur- und Umweltpark Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern)
Natur- und Umweltpark Güstrow
53.78805555555612.223611111111Koordinaten: 53° 47′ 17″ N, 12° 13′ 25″ O

Der Natur- und Umweltpark Güstrow (NUP) ist der ganzjährig geöffnete Tierpark der Stadt Güstrow mit hauptsächlich einheimischen und ehemals einheimischen Wildtieren.

Er befindet sich östlich der Stadt südlich des Flusses Nebel. 1959 als einer der zahlreichen kleinen Heimattiergärten der DDR gegründet, wurde der Park nach 1990 erheblich erweitert und nach völlig neuem Konzept umgestaltet. 2003 war der NUP Außenstandort der Internationalen Gartenbauausstellung Rostock.

Umweltbildungszentrum

Blick auf das Umweltbildungszentrum des NUP

Den Eingangsbereich bildet seit dem Jahr 2000 das Umweltbildungszentrum (UBiZ). In diesem gibt es ständige Ausstellungen zu verschiedenen Naturthemen (hauptsächlich rund um das Wasser) mit interaktiven Lern- und Experimentiergeräten, sowie Räumen für die Betreuung von Schulklassen und Gruppen. Außerdem befindet sich hier eine 30 Meter lange Sichtwand und ein zwölf Meter langer Glastunnel, Aquatunnel genannt, durch die man in einem teichartig angelegten Bereich der von der Nebel gespeist wird, heimische Fischarten beobachten kann.

Gehege

Neben weitläufigen Gehegen für Wildschweine, Rehe und Damhirsche ist besonders die Freianlage für das Güstrower Wolfsrudel, welches von einer über 100 Meter langen Besucherbrücke überspannt wird, zu erwähnen.

In teilweise begehbaren Flugvolieren werden Greifvögel, wie Seeadler, Milane, und Eulen, gezeigt. Neu ist ein begehbares Gehege für Eichhörnchen, Fasane, Steinkäuze und Rebhühner.

Eine Feuchtwiese kann auf einem Knüppeldamm überquert werden. In diesem Bereich werden auch drei rückgezüchtete Auerochsen (sog. „Heck-Rinder“, Wappentier Güstrows) gezeigt. Ein anderer Knüppeldamm führt über das Wildschweingehege und die Lebensräume Auwald und Moor zu einer Aussichtsplattform an einem nach 1990 renaturierten Altarm der Nebel. Mit Schautafeln und Installationen wird zu diesen und verwandten Themen informiert (Torf und Torfproduktion, Moorleichen usw.).

Bärenberg

Eine der Hauptattraktionen des Parks ist der Bärenberg. Im Jahr 2006 wurden zwei Braunbären in einem Freigelände angesiedelt. In dem etwa drei Hektar großen Gehege können die Bären von den Besuchern beim Klettern oder Höhlen graben, im Wasser und bei der Nahrungssuche beobachtet werden. Im Bereich von Bach und Waldsee wurden dafür eigene Schauterrassen errichtet. In der Bärenhöhle kann man das Gruseln lernen und Bärenstimmen aus der Nähe erleben. Weiter wurden drei Webcams installiert, die online das Geschehen im Wald, am See und in der Bärenbox verfolgen.

Raubtier-WG

Am 25. Juni 2009 wurde die sechs Hektar große „Raubtier-Wohngemeinschaft“ als weitere Attraktion übergeben. In die WG sind das Wolfsfreigehege und der Bärenberg integriert. Zusätzlich ist ein Areal angeschlossen, in dem Wildkatzen und Luchse angesiedelt sind. Über Kletterpfade und Höhlengänge gelangt der Besucher zu den einzelnen Tiergehegen, zum Wolfsinformationszentrum und zum Palisadendorf.

Galerie

Weblinks

 Commons: Natur- und Umweltpark Güstrow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

23.06.2021
Botanik | Physiologie | Biochemie
Wie kleine Moleküle Pflanzen bei ihrer Stressbewältigung helfen
Ein Team von Wissenschaftlerinnen hat in einer aktuellen Studie ein neuartiges regulatorisches kleines Molekül untersucht und beschrieben.
23.06.2021
Zytologie | Genetik | Biochemie
Flashmob im Zellkern
Der Zellkern ist weit mehr als eine Art Aufbewahrungs-Behälter für Chromosomen: In ihm sitzt auch die komplexe Maschinerie, die Abschriften der gerade benötigten Gene herstellt und in die Zelle entlässt.
23.06.2021
Anthropologie | Primatologie
Dem Affen in die Augen geschaut
Das Weiße in unserem Auge ist etwas Besonderes, denn die Lederhaut ist nicht pigmentiert, weshalb wir gut verfolgen können, wohin unser Gegenüber schaut.
23.06.2021
Physiologie | Ökologie | Biodiversität
Der Duft macht’s
Pflanzliche Inzucht mindert die Attraktivität für Bestäuber, das zeigt ein Forschungsteam am Beispiel der Weißen Lichtnelke.
23.06.2021
Anthropologie | Physiologie | Primatologie
Das Alter lässt sich nicht betrügen
Die Lebenserwartung in Primatenpopulationen wird durch die Überlebensrate der Jüngeren bestimmt.
23.06.2021
Botanik | Physiologie | Klimawandel
Warum Bäume nachts wachsen
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Bäume mehrheitlich tagsüber wachsen.
21.06.2021
Neurobiologie
Wählerische Nervenzellen
Der visuelle Thalamus ist klassischerweise dafür bekannt, die von der Netzhaut kommenden visuellen Reize an die Großhirnrinde weiterzuleiten.
21.06.2021
Botanik | Genetik | Klimawandel
Gene für Dürreresistenz in Buchen: Hitzesommer überleben oder austrocknen?
Forscherinnen identifizieren Gene für Dürreresistenz in Buchen, aber nicht jeder Baum hat das genetische Rüstzeug für einen Klimawandel.
21.06.2021
Anthropologie | Neurobiologie
Mimik-Erkennung: Warum das Gehirn dem Computer (noch) überlegen ist
Die Corona-Maskenpflicht macht uns derzeit bewusst: Mimik ist eines unserer wichtigsten Kommunikationssignale.
20.06.2021
Physiologie | Paläontologie
Kleiner Elefant hörte tiefe Töne
Der ausgestorbene Zwergelefant Palaeoloxodon tiliensis von der griechischen Insel Tilos besaß offenbar ein ähnliches Hörspektrum wie seine großen, heute lebenden Verwandten.
20.06.2021
Biodiversität | Insektenkunde
In Deutschland Gewinner und Verlierer: Libellen
In den letzten 35 Jahres hat sich die Verteilung der Libellenarten in Deutschland stark verändert.
18.06.2021
Ethologie | Insektenkunde
Die komplexe Organisation einer Ameisenkolonie
Eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie über räuberische Ameisen erklärt, wie kleine Unterschiede zwischen Einzeltieren die kollektive Organisation der Kolonie verändern.
18.06.2021
Ethologie | Primatologie
Schimpansen-Waisen erholen sich vom Verlust der Mutter
Chronischer Stress könnte ein Grund dafür sein, warum manche Tierwaisen eine kürzere Lebenserwartung haben und weniger Nachkommen bekommen.
18.06.2021
Ökologie | Insektenkunde
Stickstoffüberschuss gefährdet Schmetterlinge
Stickstoff aus Landwirtschaft, Verkehrsabgasen und Industrie bringt Schmetterlinge in der Schweiz in Bedrängnis.
18.06.2021
Insektenkunde | Entwicklungsbiologie
Steinfliegen: Jugend beeinflusst Erwachsenenleben
Die Metamorphose führt bei Insekten meist zu völlig verschieden aussehenden Larven- und Erwachsenenstadien: Schmetterlinge unterscheiden sich etwa drastisch von ihren Jungstadien, den Raupen.
18.06.2021
Ökologie | Vogelkunde
Dramatische Veränderung der Brutvogelgemeinschaft
Im Bonner Stadtteil Dottendorf hat die Zahl der Brutvogelarten in den vergangenen 50 Jahren deutlich abgenommen.