NaturZoo Rheine

NaturZoo Rheine
Vollständiger Name: NaturZoo Rheine
Motto: Tiere erleben, Natur begreifen...
Ort: Salinenstraße 150
48432 Rheine
Fläche: 13 Hektar
Eröffnung: 1937
Tierarten: 94 Tierarten
Individuen: ca. 1010 Tiere
Organisation
Leitung: Achim Johann (Direktor)
Trägerschaft: NaturZoo Rheine e. V.
Förderorganisationen: Stiftung NaturZoo
Mitglied internationaler
Zoo- und Naturschutz-
organisationen:
VDZ, EAZA, WAZA
NaturZoo Rheine (Eingang).jpg

Eingangsbereich

http://www.naturzoo.de/
NaturZoo Rheine (Nordrhein-Westfalen)
NaturZoo Rheine
52.2970361111117.4223888888889Koordinaten: 52° 17′ 49,3″ N, 7° 25′ 20,6″ O

Der Naturzoo Rheine liegt im Norden der Stadt Rheine im Münsterland. Er bildet zusammen mit der Saline Gottesgabe, dem Kloster Bentlage und dem umliegenden Bentlager Wald ein Naherholungsgebiet. Der Zoo hat eine Fläche von 13 Hektar.

Geschichte

Der Zoo wurde im Jahr 1937 als Heimattiergarten mit Dam- und Schwarzwild sowie anderen mitteleuropäischen Tierarten gegründet. Obwohl man sich zunächst auf die heimische Fauna konzentrierte, beherbergte der Zoo von Anfang an auch Rhesus- und Javaneraffen. Erst 1965 änderte der Zoo sein Konzept und wandte sich schwerpunktmäßig außereuropäischen Tierarten zu. Vor allem seit 1973, unter seinem wissenschaftlichen Leiter Wolfgang Salzert, errang der Zoo durch viele neuartige Gehege und sein Engagement im Arten- und Naturschutz überregionales Ansehen.

1974 wurde im Naturzoo Rheine der erste begehbare Affenwald Deutschlands eröffnet, auf dessen erste Bewohner auch die heutige Kolonie von Berberaffen zurückgeht.

2004 konnte mit Hilfe von Spendengeldern und Unterstützung durch die Stadt Rheine und das Land Nordrhein-Westfalen eine neue Seehund- und Pinguinanlage eröffnet werden, die die alten, nicht artgerechten Becken ersetzte.

Der Zoo zählt heute mit ca. 290.000 Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Freizeitangeboten im Kreis Steinfurt.

Ehemaliges Wolfsgehege aus dem Jahr 1937

Tiere

Storchenkolonie

Der Zoo beherbergt gegenwärtig ca. 1000 Tiere einhundert verschiedener Arten. Darunter finden sich neben verschiedenen Affenarten und den einheimischen, frei fliegenden Weißstörchen auch Seehunde und Tiger. Das Tigerpaar erregte in den Jahren 2003 und 2004 Aufsehen, als es drei Junge zeugte, zwei davon ungeplant.

Berberaffen im Affenwald

Bekannt ist der Naturzoo Rheine für den Affenwald. 20-30 Berberaffen leben dort in einem abgezäunten Eichenhain. Die Besucher gehen durch eine Schleuse und können auf einem Weg das Gelände erkunden. Die Affen haben die Möglichkeit, unmittelbar an die Besucher heranzukommen. Regelmäßig geben Tierpfleger Führungen durch den Affenwald und erklären dabei, wie der Wald funktioniert und wie die Pflege der Affen gewährleistet wird.

Auch beherbergt der Naturzoo Rheine die weltweit größte Zuchtkolonie von Blutbrustpavianen. Das Zuchtprogramm soll die Rettung dieser bedrohten Affenart ermöglichen.

Mit etwa 30 Störchen gibt es im Zoo in Rheine die größte Storchenkolonie Nordrhein-Westfalens. Zu diesen Zoostörchen kommt in etwa die gleiche Zahl wilder Störche hinzu, die den Winter im Zoo verbringen. Weitere dieser Vögel werden während des Vogelzuges gezählt.

Naturzoo

Der Name Naturzoo soll hervorheben, dass es sich bei dem Rheiner Zoo nicht um einen gewöhnlichen Tierpark handelt.

Der Zoo verfolgt ein pädagogisches Konzept, das den Besuchern die Zusammenhänge in der Natur erklären und das Bewusstsein für die eigene Umwelt schärfen soll. Daher sind im gesamten Zoo Lernspiele verteilt, es gibt einen Naturlehrpfad und eine Zooschule für Kinder. Außerdem versucht der Zoo verstärkt, den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, weshalb der Neubau der Seehundanlage bis zu deren Vollendung im Jahr 2004 ein besonderes Anliegen der Zooleitung war.

Des Weiteren versucht der Zoo auch selber, schonend mit der Umwelt umzugehen. So werden zum Beispiel Abwässer durch ein natürliches Filtersystem, bestehend aus mehreren Becken mit unterschiedlichem Bewuchs, gereinigt.

Aktuelle Neubauten

Nach der Eröffnung des Geheges für Lippenbären und Goldschakale im Jahr 2009, des neuen Storchengeheges im Jahr 2010 und der Erweiterung der Tigeranlage im Mai 2011, steht nun der Bau einer neuen Eulenvoliere an, die 2013 eröffnet werden soll.

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