Otto Stapf (Botaniker)

Otto Stapf 1924

Otto Stapf (* 23. März 1857 in Perneck bei Bad Ischl; † 3. August 1933 in Innsbruck) war ein österreichischer Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Stapf“.

Leben und Wirken

Otto Stapf wurde 1882 promoviert und habilitierte sich 1887 an der Universität Wien. Von 1891 bis 1922 war er in England Vorsteher des Herbariums von Kew.

Für das Werk Flora capensis des englischen Botanikers William Turner Thiselton Dyer bearbeitete er „Gramineae“ für Band 7 (1898–1900). Für das Werk Die natürlichen Pflanzenfamilien von Adolf Engler und Carl Prantl bearbeitete er „Pedaliaceae, Martyniaceae“ (Band 4 Nummer 3b, 1895). Zur Flora of Tropical Africa von Daniel Oliver trug er „Gramineae“ bei (Band 9, 1917–1920) sowie weitere Familien ab Band 4 (1904).

Ehrungen

1908 wurde Stapf als Mitglied („Fellow“) in die Royal Society gewählt. Er war auch Mitglied der Linnean Society of London, die ihn 1927 mit der Linné-Medaille auszeichnete.[1]

Die Pflanzengattungen Stapfiella Gilg. aus der Familie der Safranmalvengewächse (Turneraceae), Stapfiola O. Kuntze aus der Familie der Süßgräser (Poaceae oder Gramineae) sowie Stapfiophyton H.L.Li, aus der Familie der Schwarzmundgewächse (Melastomataceae) sind nach ihm benannt worden.

Schriften (Auswahl)

  •  The Aconites of India. 1905.

Literatur

  •  Robert Zander, Fritz Encke, Günther Buchheim, Siegmund Seybold (Hrsg.): Handwörterbuch der Pflanzennamen. 13. Auflage. Ulmer Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-8001-5042-5.
  • Franz SpetaStapf Otto. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 13, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1957–2005, S. 98 f. (Direktlinks auf S. 98, S. 99).

Einzelnachweise

  1. Eintrag bei der Royal Society

Weiterführende Literatur

  • Dr. Otto Stapf, F.R.S. In: Bulletin of Miscellaneous Information (Royal Gardens, Kew). Nummer 8, 1933, S. 369–378, JSTOR:4113430.

Weblinks


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