Phillip Parker King

Philip Parker King
Die Reisen von King

Der Admiral der britischen Royal Navy Phillip Parker King, (* 13. Dezember 1791 auf Norfolk Island; † 1856) führte mehrere Entdeckungsreisen an der Küste Australiens durch.

Leben und Wirken

Er war Sohn von Philip Gidley King und Anna Josepha King und nach dem Mentor seines Vaters, Arthur Phillip, benannt. Er wurde 1796 zur Erziehung nach England geschickt und trat 1807 der Royal Navy bei. Er wurde 1814 zum Leutnant befördert.

Er wurde beauftragt, Teile der australischen Küste zu erforschen, die von Matthew Flinders noch nicht untersucht worden waren. King führte dazu zwischen Dezember 1817 und April 1822 vier Reisen durch.

Die ersten drei Expeditionen wurden auf dem Kutter HMS Mermaid durchgeführt. Da dieses Schiff 1820 aufgelaufen war, nutzte man für die vierte Reise die Sloop HMS Bathurst. Auf seiner ersten Reise begleitete ihn Bungaree als Dolmetscher und Vermittler, ein Elder der Aborigines.

Er bereiste zur Vermessung auch die Bass Strait und Tasmanien.

Im Juli 1821 wurde er zum Commander befördert. Im April 1823 kehrte er nach England zurück und kommandierte danach das Erkundungschiff HMS Adventure. Diese verbrachte zusammen mit der HMS Beagle fünf Jahre mit der Erkundung der zergliederten Küste um die Magellanstraße. Das Ergebnis wurde 1831 auf einem Treffen der Royal Geographical Society präsentiert, der King selbst angehörte.

Ehrungen

Robert Brown benannte 1826 nach ihm und Philip Gidley King die Pflanzengattung Kingia aus der Familie Dasypogonaceae. Die aus Australien stammende Orchidee Dendrobium kingianum wurde ebenfalls nach ihm benannt.

Er wurde 1963 in Australien mit einer 2-Pfund-Briefmarke geehrt.

Werke

  • Narrative of the Surveying Voyages of H. M. Ships Adventure and Beagle, between the years 1826 and 1836, describing their examination of the southern shores of South America. Hrsg. Robert Fitzroy. 3 Bde. und 1 Bd. „Appendix“. Henry Colburn, London 1839

Quellen

  • Ian Dear, Peter Kemp (Hrsg.): The Oxford Companion to Ships and the Sea. 2. Aufl. University Press, Oxford 2006, ISBN 978-0-19-920568-4, S. 450.

Weblinks

Die News der letzten Tage

21.11.2022
Klimawandel | Ökologie
Was sagen Regenwurm-Ausscheidungen über das eiszeitliche Wetter aus?
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eines internationalen Forschungsprojekts haben eine neue Methode angewendet, um das Klima der Vergangenheit zu rekonstruieren.
20.11.2022
Amphibien- und Reptilienkunde | Genetik | Taxonomie
Jetzt ist es sicher: Die vierte Anakonda-Art wurde verifiziert
Anhand alter noch vorhandener, aber bislang nicht ausgewerteter DNA-Proben gelang es einem Team, den Artstatus der bis über vier Meter lang werdenden Riesenschlange Eunectes beniensis molekulargenetisch abzusichern.
17.11.2022
Biochemie | Immunologie | Zytologie
Neue Einblicke in die Funktion von Mitochondrien
Mitochondrien sind vor allem als die Kraftwerke der Zellen bekannt, diese Zellorganellen sind aber nicht nur für die Energiebereitstellung von Bedeutung.
17.11.2022
Meeresbiologie | Taxonomie
Dornenkronenseesterne aus dem Roten Meer sind endemisch!
Neben dem Klimawandel stellen korallenfressende Dornenkronenseesterne (Acanthaster spp.
17.11.2022
Klimawandel | Meeresbiologie
Eisbedeckung im Südpolarmeer: Auswirkungen auf Meiofauna und Makrofauna
Wissenschaftlerinnen haben erstmals untersucht, wie sich Gemeinschaften von Meiofauna und Makrofauna unter verschiedenen Umweltbedingungen im Südpolarmeer zusammensetzen.
16.11.2022
Biochemie | Physiologie
Pflanzen zwischen Licht und Schatten
In der Forschung werden Pflanzen häufig unter konstantem Licht angezogen, was nicht den natürlichen Bedingungen in der Natur entspricht.