Pore

Die Pore (gr. πóρος póros „Öffnung“, „Loch“) ist eine sehr kleine Öffnung, Höhlung oder Vertiefung.[1] Es wird zwischen Mikro-, Meso- und Makroporen unterschieden. Die zugehörige Stoffeigenschaft ist die Porosität.

Vorkommen

Poren lassen sich zum Beispiel in biologischen Geweben wie Blättern oder Haut finden, wo sie die Durchlässigkeit für Luft, Wasser und gelöste Stoffe in einer Membran ermöglichen. Von großer Bedeutung sind sie dabei in der Bodenkunde und Hydrogeologie, wo sie den Wasser- und Lufthaushalt wesentlich mitbestimmen. So stellt das Porenvolumen neben dem Grad der Vernetzung der Poren den wichtigsten Faktor der Permeabilität dar.

Poren entstehen auch in Metallen bei Schmelz- und Gießvorgängen. In der Schmelze gelöste Gase treten noch aus, während die Schmelze erstarrt, so bleiben die Gasblasen gefangen und bilden Poren im Material.

In manchen Stoffen werden Poren absichtlich geschaffen, um eine isolierende oder voluminöse Form herzustellen. So stellt man Schaumstoff, geschäumte Metalle (z. B. Schaumaluminium), Schaumglas, Porenbeton und Aerogele her.

Porendichte

Das Verhältnis aus Anzahl der Poren zur Fläche ergibt die Porendichte. Sie wird in der Einheit ppi (pores per inch) angegeben und dient als Maßeinheit für poröse Stoffe.

Einzelnachweise

  1. Pore In: Duden – Deutsches Universalwörterbuch, 6. Auflage, Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2007. ISBN 978-3-411-05506-7 Onlineversion

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