Robert G. Roeder

Robert Gayle Roeder (* 3. Juni 1942 in Booneville, Indiana) ist ein US-amerikanischer Biochemiker und Professor an der Rockefeller University, New York City.

Leben

Roeder erwarb 1964 einen Bachelor in Chemie am Wabash College in Crawfordsville, Indiana und 1965 einen Master in Chemie an der University of Illinois at Urbana-Champaign, Illinois. 1965 erhielt er einen Ph.D. in Biochemie an der University of Washington in Seattle, Washington. Als Postdoktorand arbeitete er an der Carnegie Institution for Science, Department of Embryology in Baltimore, Maryland, bevor er eine Juniorprofessur (1971 Assistant Professor, 1975 Associate Professor) an der Washington University in St. Louis, Missouri erhielt. 1979 wurde er ebendort ordentlicher Professor und erhielt 1982 einen Ruf an die Rockefeller University, New York City.

Wirken

Roeders Forschungsgebiet sind die Mechanismen und die Regulation der Genexpression während Zellwachstum, Zelldifferenzierung und Virusinfektion in eukaryoten Zellen.[1] Roeder konnte fundamentale Beiträge zur Erforschung der Biochemie der Transkription leisten.[2] Er und seine Arbeitsgruppe entdeckten 1969 die RNA-Polymerasen, 1980 Initiations-Faktoren der Transkription und einen ersten Gen-spezifischen Transkriptions-Aktivator sowie 1984 das zugehörige Gen.[1]

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1977 Eli Lilly Award in Biological Chemistry[3]
  • 1986 National Academy of Sciences Award in Molecular Biology
  • 1988 Mitgliedschaft in der National Academy of Sciences
  • 1992 Mitgliedschaft in der American Association for the Advancement of Science
  • 1995 Passano Award[2]
  • 1995 Mitgliedschaft in der American Academy of Arts and Sciences
  • 1995 Rosenstiel Award
  • 1999 Louisa-Gross-Horwitz-Preis[1]
  • 1999 Alfred P. Sloan, Jr. Prize
  • 2000 Gairdner Foundation International Award[4]
  • 2001 Dickson Prize in Medicine[5]
  • 2003 Albert Lasker Award for Basic Medical Research[6]
  • 2012 Albany Medical Center Prize[7]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Chambon, Roeder and Tjian Receive Horwitz Prize bei columbia.edu; abgerufen am 16. November 2010
  2. 2,0 2,1 The Passano Awards 1945–2009 bei passanofoundation.org; abgerufen am 16. November 2010
  3. Preisträger 1935 bis 2011 (PDF); abgerufen am 16. November 2010
  4. Robert G. Roeder BA, MS, PhD bei der Gairdner Foundation (gairdner.org); abgerufen am 15. Dezember 2012
  5. Dickson Prize Winner bei dicksonprize.pitt.edu; abgerufen am 16. November 2010
  6. Robert Roeder bei laskerfoundation.org; abgerufen am 16. November 2010
  7. Robert G. Roeder, Ph.D. beim Albany Medical College (amc.edu); abgerufen am 29. März 2012

Die News der letzten Tage

06.12.2022
Biodiversität | Ökologie
Es geht ums Ganze beim Erhalt der biologischen Vielfalt
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität sowie Kolleginnen und Kollegen haben eine Liste konkreter Handlungen zum aktiven Schutz der biologischen Vielfalt vorgelegt.
05.12.2022
Botanik | Ökologie
Wie das Mikrobiom der Pflanzen mit dem Samen vererbt wird
Erst kürzlich konnten Forschende experimentell nachweisen, dass über den Samen Mikroorganismen von einer Pflanzengeneration zur nächsten vererbt werden.
05.12.2022
Biochemie | Bioinformatik | Mikrobiologie
Wie man zwei Milliarden Jahre zurückgeht und ein altes Enzym rekonstruiert
Forscher:innen der Universität Leipzig haben ein Rätsel in der Evolution von bakteriellen Enzymen gelöst.
02.12.2022
Ethologie | Säugetierkunde
Markierungsbäume von Geparden sind Hotspots der Kommunikation – auch für andere Tierarten
Markierungsbäume sind für Geparde wichtige Hotspots der Kommunikation: Dort tauschen sie über Duftmarken, Urin und Kot Informationen mit anderen und über andere Geparde aus.
02.12.2022
Land-, Forst-, Fisch- und Viehwirtschaft | Ökologie
DBU: Weltbodentag am 5. Dezember
Mittlerweile leben acht Milliarden Menschen auf der Welt und Ernährungssicherung wird zu einer dringendsten Herausforderungen unserer Zeit.
01.12.2022
Physiologie
Altern Frauen anders als Männer?
Studien an Fruchtfliegen zeigen, wie das biologische Geschlecht die Wirkung des derzeit vielversprechendsten Anti-Aging-Medikaments Rapamycin beeinflusst.
29.11.2022
Ethologie | Zoologie
Geschlechterrollen im Tierreich hängen vom Verhältnis von Weibchen und Männchen ab
Wie wählerisch sollten Weibchen und Männchen sein, wenn sie einen Partner auswählen?
28.11.2022
Ökologie | Paläontologie | Säugetierkunde
Fossil aus dem Allgäu: Biber leben seit mehr als 11 Millionen Jahren im Familen-Clan
Die Hammerschmiede im Allgäu, Fundstelle des Menschenaffen Danuvius, ist eine einmalige Fundgrube für Paläontologen: Bereits über 140 fossile Wirbeltierarten konnten hier geborgen werden.
28.11.2022
Anthropologie | Neurobiologie
Arbeitsgedächtnis: Vorbereitung auf das Unbekannte
Beim Arbeitsgedächtnis, oder auch Kurzeitgedächtnis genannt, galt lange die Theorie, dass seine Kernaufgabe die aktive Speicherung von Informationen über einen kurzen Zeitraum ist.
28.11.2022
Meeresbiologie | Ökologie
Offshore-Windparks verändern marine Ökosysteme
Der Ausbau von Offshore-Windparks in der Nordsee geht voran, doch die Konsequenzen für die marine Umwelt, in der sie errichtet werden, sind noch nicht vollständig erforscht.
25.11.2022
Evolution | Genetik | Neurobiologie
Was haben Oktopus und Mensch gemeinsam?
Kopffüßler sind hochintelligente Tiere mit komplexem Nervensystem, dessen Evolution mit der Entwicklung von auffällig viel neuer microRNA verbunden ist.