Westmöwe

Westmöwe
Westmöwe (Larus occidentalis)

Westmöwe (Larus occidentalis)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie: Möwen (Laridae)
Gattung: Larus
Art: Westmöwe
Wissenschaftlicher Name
Larus occidentalis
Audubon, 1838 [1]
Eine Westmöwe verspeist einen Seestern
Westmöwe im Jugendkleid
Westmöwe beim Versuch, einer Seeschwalbe die Beute abzunehmen

Die Westmöwe ist eine Vogelart aus der Familie der Möwen, die an der Westküste Nordamerikas beheimatet ist.

Beschreibung

Die Westmöwe ist mit einer Länge von 53 bis 56 cm und einer Flügelspannweite von 137 cm mittelgroß. Kopf, Hals und Unterseite sind wie der Schwanz weiß, Kopf und Hals können im Winter mit grauen Stricheln durchsetzt sein. Oberseite und obere Flügeldecken sind bleigrau, die Flügel sind grau und haben schwarze Handschwingen. Die Spitzen der hintersten Armschwingen sind hellgrau bis weiß. Der gelbe Schnabel trägt einen roten Fleck am Gonyseck. Die Füße sind fleischfarben. Jungvögel sind bräunlichgrau und oberseits weiß gesprenkelt. Die Flügel und der Schwanz sind schwarz, die Füße braun.

Lebensraum und Verbreitung

Die Westmöwe lebt an der Westküste von Nordamerika. In Kanada kommt sie in British Columbia vor; in den USA in Washington, Oregon, Kalifornien, Idaho, Nevada, Colorado und New Mexico. In Mittelamerika gibt es sie im nördlichen Mexiko, während sie im Süden des Landes eher selten vorkommt. In Arizona, Texas, Florida, Illinois, Saskatchewan, Québec und Alaska tritt sie nur gelegentlich auf.

Auf diese Möwe stößt man selten im Landesinneren. Sie brütet an felsigen Küsten, besonders auf Inseln, und an Flussmündungen.

In der Redlist der IUCN wird sie als least concern eingestuft.

Ernährung

Westmöwen ernähren sich vor allem von Fischen und wirbellosen Tieren wie Krill, Tintenfischen, Quallen, Seesternen, Muscheln und Schnecken. Darüber hinaus gehen sie aber auch als Aasfresser an die Kadaver von Robben und Seelöwen, durchsuchen menschliche Abfälle nach brauchbaren Resten und ernähren sich manchmal auch von den Jungen anderer Vögel.

Fortpflanzung

In der Brutzeit verteidigen die Paare ihr Brutrevier heftig gegenüber Artgenossen. Das Weibchen legt drei Eier in eine Bodenmulde. Sie werden etwa einen Monat bebrütet. Die Jungvögel bleiben im Nest, bis sie flügge sind. Oft werden herumstreunende Jungen von den Möwen der angrenzenden Brutreviere getötet. Elternlose Küken werden manchmal von anderen Paaren angenommen.

Die Westmöwe kann bis zu 25 Jahre alt werden, normal sind aber 15 Jahre.

Unterarten

Es treten zwei Unterarten auf:

  • L. o. occidentalis
  • L. o. wymani

Literatur

  • G. S. Tuck, H. Heinzel: Die Meeresvögel der Welt, Verlag Paul Parey, Hamburg/Berlin 1980, ISBN 3-490-07818-7

Einzelnachweise

  1. taxonomy.nl

Weblinks

 Commons: Westmöwe – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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