Zoopharmakognosie

Zoopharmakognosie nennt man den instinktiven oder erlernten Gebrauch von natürlichen Heilmitteln durch Tiere.

Beispiele

  • Katzen fressen Gras, um Bauchschmerzen zu vermeiden
  • Papageien schlucken Lehm als Schutz vor Pflanzengiften
  • Menschenaffen suchen gezielt nach bestimmten Gewächsen, um bestimmte Krankheiten zu kurieren

Literatur

  • Cindy Engel: Wild health : Gesundheit aus der Wildnis ; wie Tiere sich selbst gesund erhalten und was wir von ihnen lernen können. Animal-Learn-Verlag, Bernau c 2004, ISBN 3-936188-17-3
  • Larkins N, Wynn S.: Pharmacognosy: phytomedicines and their mechanisms. Vet Clin North Am Small Anim Pract. 2004 Jan;34(1):291-327. Review. PMID 15032133
  • Huffman MA.: Animal self-medication and ethno-medicine: exploration and exploitation of the medicinal properties of plants. Proc Nutr Soc. 2003 May;62(2):371-81. Review. PMID 14506884
  • Githiori JB, Athanasiadou S, Thamsborg SM.: Use of plants in novel approaches for control of gastrointestinal helminths in livestock with emphasis on small ruminants. Vet Parasitol. 2006 Jul 31;139(4):308-20. PMID 16725262
  • Hahn I, Zitterl-Eglseer K, Franz C.: Phytomedicine in dogs and cats: web-based survey among veterinarians in Austria, Germany and Switzerland Schweiz Arch Tierheilkd. 2005 Mar;147(3):135-41. PMID 15801625
  • Fowler A, Koutsioni Y, Sommer V.: Leaf-swallowing in Nigerian chimpanzees: evidence for assumed self-medication. Primates. 2007 Jan;48(1):73-6. Epub 2006 Aug 8. PMID 16897194
  • Peña Alvarado, Marco Vinicio: "Die anthropologischen Grundlagen des Menschen, Entwicklung medizinischer Praktiken und biokulturelle Vielfalt. Von Evolution, Menschwerdung und Medizin". Verlag Dr. Kovac, Hamburg, 2009, ISBN=978-3-8300-4511-3

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