Albert Reif

Albert Reif (* 30. September 1951 in Ansbach) ist ein deutscher Vegetationsökologe und Hochschulprofessor.

Leben

Reif besuchte nach der Grundschule bis 1971 das „Gymnasium Carolinum“ in Ansbach und studierte danach von 1971 bis 1978 an der Universität Würzburg Biologie und Chemie. 1978 legte er das Staatsexamen ab und war von 1978 bis 1982 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Pflanzenökologie der Universität Bayreuth bei Ernst-Detlef Schulze.

In Bayreuth forschte Reif über die Vegetation der Hecken Nordbayerns und wurde mit einer Dissertation zu diesem Thema 1982 promoviert. Nach einem Forschungsaufenthalt am Forest Research Institute in Christchurch, Neuseeland, kehrte er nach Bayreuth zurück und war dort als Akademischer Rat beschäftigt.

1988 habilitierte er sich mit einer Arbeit zum Thema „Vegetation of the Conifer-Broadleaved Hardwood Forests of South Island, New Zealand“. 1989 erhielt er einen Ruf als Professor für forstliche Vegetations- und Standortskunde am Institut für Waldbau an der Universität Freiburg. Von 1993 bis 1997 war Reif zudem kommissarischer Leiter des Instituts für Landespflege an der Uni Freiburg.

Forschung

Die Forschungsschwerpunkte von Reif betreffen unter anderem Hecken und Waldränder, die Waldentwicklung nach Sturmwurf, die nachhaltige Entwicklung von Kulturlandschaften, den Einfluß der Waldbewirtschaftung auf den Naturhaushalt oder die Vegetation der Wälder Venezuelas sowie standortkundliche Untersuchungen zur Trockengrenze der Rotbuche.

Ehrungen

  • Ehrendoktor (Dr. h. c.) der Technischen Universität Klausenburg, Rumänien.[1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Freiburger Uni-Magazin 6/07:20

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