Anthraknose

Die Anthraknose (engl. anthracnose) ist eine durch den Pilz (Ascomyceten) Colletotrichum acutatum oder Glomerella cingulata eine Colletotrichum-Art hervorgerufene Pflanzenkrankheit, die vor allem dem Anbau von Lupinen enge Grenzen setzt und in aller Regel weite Fruchtfolgen für ihren erfolgreichen Anbau zur Folge hat. Die Anthraknose betrifft jedoch auch andere Pflanzenarten, so zum Beispiel die Erdbeere oder Heidelbeere.

Befall durch Elsinoe ampelina kann zur Reben-Anthraknose (auch Schwarzer Brenner genannt) in Weinanbaugebieten führen.

Erkennbar ist die Anthraknose bei der Lupine an einem rötlichen Belag auf den Befallstellen, beim Blick in den Bestand kann zunächst der Eindruck eines Herbizid-Schadens entstehen, da die Pflanzen beginnen, sich über die Befallstellen zu krümmen bzw. zu drehen.

Literatur

  • Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon, 3. überarbeitete Ausgabe. 1. Auflage. Gräfe und Unzer Verlag, München, 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Horst Diedrich Mohr (Hrsg): Farbatlas Krankheiten, Schädlinge und Nützlinge an der Weinrebe. 1. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart, 2005, ISBN 3-8001-4148-5.

Weblinks

Die News der letzten Tage

25.11.2022
Klimawandel | Ökologie
Der Klimawandel in den Wäldern Norddeutschlands
Immer mehr Bäume leiden an den Folgen des menschgemachten Klimawandels der vergangenen Jahrzehnte.
24.11.2022
Biochemie | Entwicklungsbiologie | Genetik
Das Erwecken des Genoms
Die Befruchtung einer Eizelle durch ein Spermium ist der Beginn neuen Lebens, die mütterliche und väterliche Erbinformation, die DNA, wird neu kombiniert und speichert den Aufbau des Lebewesens.
24.11.2022
Genetik | Mykologie | Taxonomie
Die Welt der Pilze revolutioniert
Ein internationales Forschungsteam hat unter den bisher bekannten Pilzen und Flechten eine neue Großgruppe identifiziert: Mithilfe von Genom-Sequenzierung konnte nachgewiesen werden, dass über 600 Arten einen gemeinsamen Ursprung haben.
24.11.2022
Insektenkunde | Ökologie
Vegetationsfreie Flächen fördern bodennistende Wildbienen
Über die Nistansprüche bodennistender Wildbienen ist bisher relativ wenig bekannt, obwohl Nistplätze für die Förderung der meisten Wildbienenarten von zentraler Bedeutung sind.
22.11.2022
Meeresbiologie | Ökologie
Mikro- und Nanoplastik in Foraminiferen: eine Gefahr?
Einzeller mit Kalkgehäuse, Foraminiferen genannt, tragen maßgeblich zur Entstehung von Sand bei, der an Stränden, Inseln und Küstengebieten abgelagert wird.
22.11.2022
Bionik, Biotechnologie und Biophysik | Mikrobiologie | Physiologie
Eine komplizierte Mikrobe: Methanothermococcus thermolithotrophicus
Forschende kultivieren erfolgreich einen Mikroorganismus, der gleichzeitig Stickstoff (N2) fixiert sowie Methan (CH4) und Ammoniak (NH3) produziert und decken spannende Details seines Stoffwechsels auf.