Astrophytum caput-medusae

Astrophytum caput-medusae
Astrophytum caput-medusae (Velazco & Nevarez) D. Hunt comb.nov.jpg

Astrophytum caput-medusae

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Cacteae
Gattung: Astrophytum
Art: Astrophytum caput-medusae
Wissenschaftlicher Name
Astrophytum caput-medusae
(Velazco & Nevárez) D.R.Hunt

Astrophytum caput-medusae ist eine Art aus der Gattung Astrophytum in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton caput-medusae bedeutet ‚Medusenhaupt‘.

Beschreibung

Astrophytum caput-medusae wächst einzeln oder selten mit mehreren Trieben und hat eine spindelförmig verdickte, bis etwa 15 Zentimeter lange, fleischige Pfahlwurzel. Ihr stark zurückgebildeter Trieb ist in den Axillen mit papierartigen Borsten besetzt. Die 3 bis 8 (selten 1 bis 17) zylindrischen, im Jugendstadium schwach 3–kantigen, Warzen sind bis zu 19 Zentimeter lang und 2 bis 5 Millimeter im Durchmesser. Sie sind von lederig-knorpelförmiger, leicht runzeliger Beschaffenheit und mit weißlichen Punkten besetzt. Die Areolen sind zweiteilig. Die Dornen tragenden, weiß bewollten Areolen sitzen endständig an der Spitze der Warzen und tragen 0 bis 4 etwas aufrechte, helle bis dunkle Dornen von bis zu 3 Millimeter Länge. Die Blüten tragenden Areolen sind größer und befinden sich zwischen 1,8 und 4,6 Zentimeter von der Warzenspitze entfernt auf der Oberseite der Warzen.

Die einzelnen, trichterförmigen Blüten erscheinen an jüngeren, nicht vollständig ausgewachsenen Warzen. Sie sind leuchtend gelb mit orangeroter Basis, werden bis zu 4,7 Zentimeter lang und erreichen einen Durchmesser von bis zu 5,3 Zentimetern. Ihr Perikarpell und die schlanke Blütenröhre sind mit Schuppen und weißer Wolle bedeckt.

Die eiförmigen Früchte sind bei Durchmessern von 0,8 Zentimetern bis 2 Zentimeter lang. Junge Früchte sind grün und fleischig. Sie sind mit papierartigen Schuppen und weißer Wolle bedeckt. Ein Blütenrest ist nicht vorhanden. Bei Reife vertrocknen die Früchte und reißen unregelmäßig auf. Die Früchte enthalten schwarze, glänzende, hutförmige Samen von bis zu 3 Millimeter Länge und Breite.

Verbreitung und Systematik

Astrophytum caput-medusae ist im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León verbreitet.

Die Erstbeschreibung als Digitostigma caput-medusae und der monotypischen Gattung Digitostigma wurde 2002 von Carlos Gerardo Velazco und Manuel Nevárez veröffentlicht.[1] Die Beschreibung war jedoch nach Artikel 37.5 des ICBN ungültigt. Die Klärung der systematische Stellung der Art erwies sich als schwierig, da sie Merkmale der Gattungen Ariocarpus, Leuchtenbergia und Astrophytum vereinigt. David Richard Hunt stellte die Art als Astrophytum caput-medusae in die neu geschaffene Untergattung Stigmatodactylus der Gattung Astrophytum.[2]

Nachweise

Literatur

Einzelnachweise

  1. Nuevo genero de la familia Cactaceae en el Estado de Nuevo Leon, Mexico: Digitostigma caput-medusae Velazco et Nevarez sp. nov. In: Cactaceas y Suculentas Mexicanas. Band 47, Nr. 4, S. 79–84, 2002.
  2. D. Hunt comb.nov. In: Bulletin of the International Cactaceae Systematics Group. Band 15, April 2003, S. 6.

Weblinks

 Commons: Astrophytum caput-medusae – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

29.07.2021
Ökologie | Toxikologie
Wasser blau – Badestrand grün
Viele klare Seen der Welt sind von einem neuen Phänomen betroffen: In Ufernähe, wo Menschen spielen oder schwimmen, ist der Seeboden mit grünen Algenteppichen bedeckt.
29.07.2021
Anatomie | Paläontologie
Patagonischer Langhalssaurier neu beleuchtet
Ein Team der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) untersuchte im Rahmen einer Neubeschreibung die Überreste des Langhalssauriers Patagosaurus fariasi (175 Mio Jahre) aus Argentinien.
29.07.2021
Anthropologie | Virologie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik
Hochwirksame und stabile Nanobodies stoppen SARS-CoV-2
Ein Forscherteam hat Mini-Antikörper entwickelt, die das Coronavirus SARS-CoV-2 und dessen gefährliche neue Varianten effizient ausschalten.
29.07.2021
Zytologie | Biochemie
Pflanzen haben ein molekulares „Gedächtnis“
Wie eine Pflanze wächst, hängt einerseits von ihrem genetischen Bauplan ab, zum anderen aber davon, wie die Umwelt molekulare und physiologische Prozesse beeinflusst.
29.07.2021
Ökologie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Meeresbiologie
Forschungsfahrt: Hydrothermale Wolken in der Nähe der Azoren
Sie entstehen, wenn von glühendem Magma aufgeheizte Lösungen aus der Erdkruste in der Tiefsee austreten und auf kaltes Meerwasser treffen: Hydrothermale Wolken stecken voller Leben, sie versorgen die Ozeane mit Nährstoffen und Metallen.
28.07.2021
Physiologie | Bionik, Biotechnologie und Biophysik
Spurensuche im Kurzzeitgedächtnis des Auges
Was wir sehen, hinterlässt Spuren: Mit schnellen Bewegungen, sogenannten Sakkaden, springt unser Blick zwischen verschiedenen Orten hin und her, um möglichst scharf abzubilden, was sich vor unseren Augen abspielt.
27.07.2021
Bionik, Biotechnologie und Biophysik
Neue Möglichkeiten: Topologie in der biologischen Forschung
Ein aus Quantensystemen bekanntes Phänomen wurde nun auch im Zusammenhang mit biologischen Systemen beschrieben: In einer neuen Studie zeigen Forscher dass der Begriff des topologischen Schutzes auch für biochemische Netzwerke gelten kann.
27.07.2021
Anthropologie | Neurobiologie
Viel mehr als Gehen
Jahrzehntelang dachte man, dass ein Schlüsselbereich des Gehirns lediglich das Gehen reguliert.
26.07.2021
Ökologie | Paläontologie
Uralte Haizähne geben Hinweis auf eine globale Klimakrise
Die stete Drift der Kontinente formt nicht nur Gebirgszüge, sondern hat auch großen Einfluss auf die Tierwelt im Meer.
26.07.2021
Anatomie | Bionik, Biotechnologie und Biophysik | Bioinformatik
Wie tierische Sprinter enorme Spitzengeschwindigkeiten erreichen
Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe hat ein physikalisches Modell entwickelt, um zu erforschen, von welchen Eigenschaften die maximale Laufgeschwindigkeit bei Tieren abhängig ist.
26.07.2021
Anthropologie | Zoologie | Ethologie
Hunde als „Gedankenleser“
Dass Hunde vielfach als der „beste Freund des Menschen“ bezeichnet werden, ist bekannt.
26.07.2021
Mikrobiologie | Genetik | Biochemie
RNA kontrolliert die Schutzhülle von Bakterien
Der Magenkeim Helicobacter pylori weiß, wie er sich gegen Angriffe des Immunsystems oder durch Antibiotika schützen kann.