Breitblättriges Wollgras

Breitblättriges Wollgras
Breitblättriges Wollgras (Eriophorum latifolium).

Breitblättriges Wollgras (Eriophorum latifolium).

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Wollgräser (Eriophorum)
Art: Breitblättriges Wollgras
Wissenschaftlicher Name
Eriophorum latifolium
Hoppe

Das Breitblättrige Wollgras (Eriophorum latifolium) gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae).

Vorkommen und Standort

Das Breitblättrige Wollgras ist in Europa bis nach West-Sibirien verbreitet. In Deutschland ist es nur zerstreut verbreitet, hier ist es sogar auf der Roten Liste. Seine Bestände gehen immer stärker zurück.

Das Breitblättrige Wollgras ist meist in Nieder- und Quellmooren zu finden. Selten taucht es auch auf sehr nassen kalkreichen Wiesen auf.

Beschreibung

Das Breitblättrige Wollgras ist eine immergrüne, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 120 Zentimetern erreicht. Die Pflanze wächst rasenartig und übersteht den Winter mit ihrem Rhizom das kurze unterirdische Ausläufer ausbildet. Es besitzt einen dreikantigen, stumpfen, aber glatten Stängel, der am Grund häufig auch rund ist. Die Laubblätter sind flach bis schwach gekielt, etwa 2 bis 8 mm breit und häufig zweimal gefaltet. Die Blattscheiden sind nicht aufgeblasen und häufig etwas spitzer als beim sehr ähnlichen Schmalblättrigen Wollgras.

Es besitzt vier bis zwölf nahezu sitzende bis 6 cm lange, gestielte Ährchen, deren Ährchenstiele rau sind und dicht mit rückwärts ausgerichteten Borsten besetzt sind. Hinter jeder Spelze befinden sich drei Staubblätter und ein Griffel mit drei Narben, die jedoch von Borsten umgeben sind, die sich nach der Blüte auf 3 bis 4 cm verlängern. Die langen Blütenhüllfäden der Früchte bilden den bezeichnenden weißen Wollschopf der Wollgräser (Eriophorum).

Es blüht von April bis Juni.

Ökologie und Nutzung

Diese Pflanzenart ist eine der Charakterpflanzen der basenreichen Niedermoore und Sumpfwiesen, ein Helophyt. Die im zeitigen Frühjahr blühenden Blütenstände (Infloreszenzen) sind vorweiblich (proterogyn). Die Blüten werden vom Wind bestäubt (Anemophilie) und die Samen durch den Wind ausgebreitet (Anemochorie).

Früher wurde das Wollgras in Notzeiten als Baumwollersatz oder zur Kissenbefüllung benutzt. Als Futtergras für Nutztiere ist es jedoch unbrauchbar.

Bilder

Literatur

Weblinks

 Commons: Eriophorum latifolium – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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