Carl Albert Purpus

Carl Albrecht (Albert) Purpus (* 26. Februar 1851 in Hahnweilerhof bei Börrstadt, Pfalz; † 17. Januar 1941 in El Mirador bei Huatusco im mexikanischen Bundesstaat Veracruz) war ein deutscher Pflanzensammler, der vor allem in Mexiko, daneben auch in Nordamerika tätig war. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Purpus“.

Leben und Wirken

Während seines Studium wurde Purpus 1876 Mitglied der Burschenschaft Frankonia Gießen.[1] Purpus sammelte Gehölze für die Baumschule Späth in Berlin und Stauden für die Alpenpflanzen-Spezialgärtnerei Sündermann in Lindau am Bodensee und später dann für den Botanischen Garten Darmstadt, wo sein Bruder Joseph Anton Purpus (1860–1932) seit 1888 Garteninspektor war. So schickte er eine bis heute erhaltene „Königin der Nacht“ (Selenicereus) nach Darmstadt.

Purpus wird als der produktivste Sammler mexikanischer Pflanzen bezeichnet. Er brachte über 240 neue Pflanzenarten nach Europa, die oftmals ihm (bzw. ihm und seinem Bruder) zu Ehren Artbezeichnungen wie purpusii, purpusianus und purpusiorum erhielten.

Ehrentaxon

Die Pflanzengattung Purpusia Brandegee ist nach ihm benannt worden.

Schriften

  • Mexikanische Hochgipfel. Fischer, Jena 1907 (= Vegetationsbilder 8. Reihe, Heft 8, hrsg.v. G. Karsten und H. Schenck, m. 6 Bl. und 6 Tafeln in Lichtdruck).

Literatur

  •  Stefan Schneckenburger, TU Darmstadt, Freundeskreis des Botanischen Gartens Darmstadt (Hrsg.): Carl Albrecht Purpus (1851–1941) – ein deutscher Pflanzensammler in Amerika. Darmstadt 2001, ISBN 3-88607-126-X (80 S. mit 71 Abb.).
  •  Robert Zander, Fritz Encke, Günther Buchheim, Siegmund Seybold (Hrsg.): Handwörterbuch der Pflanzennamen. 13. Auflage. Ulmer Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-8001-5042-5.

Einzelnachweise

  1. Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934. S. 383.

Weblinks

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