Chrom(III)-sulfat


Strukturformel
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Allgemeines
Name Chrom(III)-sulfat
Andere Namen

Chromsulfat

Summenformel
  • Cr2(SO4)3 (wasserfrei)
  • Cr2(SO4)3 · n H2O (Hydrate)
Kurzbeschreibung

rotbrauner Feststoff (wasserfrei)[1], grüner oder violetter Feststoff (Hydrate)[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 10101-53-8 (wasserfrei)
  • 15244-38-9 (Monohydrat)
  • 10031-37-5 (Pentahydrat)
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 865: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 865: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 392,16 g·mol−1 (wasserfrei)
716,45 g·mol−1 (Dodecahydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,01 g·cm−3 (Anhydrat bei 20 °C )[3]

Schmelzpunkt

90 °C[4]

Löslichkeit

schlecht in Wasser[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [5]
Gefahrensymbol
H- und P-Sätze H: 302​‐​332​‐​315​‐​317​‐​319
P: 261​‐​280​‐​305+351+338​‐​302+352​‐​501 [5]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Chrom(III)-sulfat (Cr2(SO4)3) ist ein Salz der Schwefelsäure.

Darstellung

Chrom(III)-sulfat kann durch die Reduktion von Dichromaten dargestellt werden:

Durch Reaktion von Kaliumdichromat, Schwefelsäure und Schwefelwasserstoff kann Chrom(III)-sulfat hergestellt werden. Als Nebenprodukte entstehen Kaliumsulfat und Wasser:

$ \mathrm {4\ K_{2}Cr_{2}O_{7}+13\ H_{2}SO_{4}+3\ H_{2}S} $  Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): \mathrm{\rightarrow 4 \ Cr_2(SO_4)_3 + 4 \ K_2SO_4 + 16 \ H_2O}

Alternativ ist zum Beispiel auch der Einsatz von Ethanol statt Schwefelwasserstoff möglich, wobei – neben dem Chrom(III)-sulfat – Kaliumsulfat, Essigsäure und Wasser entstehen:

Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): \mathrm{2 \ K_2Cr_2O_7 + 8 \ H_2SO_4 + 3 \ C_2H_5OH}  Fehler beim Parsen (MathML mit SVG- oder PNG-Rückgriff (empfohlen für moderne Browser und Barrierefreiheitswerkzeuge): Ungültige Antwort („Math extension cannot connect to Restbase.“) von Server „https://wikimedia.org/api/rest_v1/“:): \mathrm{\rightarrow 2 \ Cr_2(SO_4)_3 + 2 \ K_2SO_4 + 3 \ CH_3COOH + 11 \ H_2O}

Über diese Reaktionen erhält man allerdings kristallwasserhaltiges Chrom(III)-sulfat. Das Anhydrat lässt sich durch Entfernen des Kristallwassers bei 280 °C im CO2-Strom darstellen.[6]

Eigenschaften

Kristallwasserhaltiges Chrom(III)-sulfat
Datei:Chrom(III)-sulfatlösung.jpg
Chrom(III)-sulfatlösung

Wasserfrei bildet Chrom(III)-sulfat rot-braune, hexagonale Kristalle;[1] mit Kristallwasser als Pentahydrat (Cr2(SO4)3 · 5 H2O) ist es dunkelgrün. Das Dodecahydrat und das Octadecahydrat sind hingegen lila bis violett.[2]

Absolut wasserfreies Chrom(III)-sulfat ist in Wasser unlöslich[6], die kristallwasserhaltigen Formen sind hingegen unter Bildung von blau bis violett gefärbten Aquakomplexen wasserlöslich, die beim Erhitzen in grün gefärbte Sulfatokomplexe übergehen.[7]

Verwendung

Chrom(III)-sulfat wird als Textilbeize oder zur Gerbung von Leder verwendet. Es wird zudem als Ausgangsstoff für andere Chromverbindungen benutzt.[3][2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 SLAC: PHYSICAL CONSTANTS OF INORGANIC COMPOUNDS.
  2. 2,0 2,1 2,2 Jürgen Falbe, Manfred Regitz (Hrsg.): RÖMPP-Lexikon Chemie 10. Auflage. Thieme-Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-13-734610-X.
  3. 3,0 3,1 3,2 Eintrag zu Chrom(III)-sulfat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  4. jtbaker.com - Chromium Sulfate.
  5. 5,0 5,1 5,2 Datenblatt Chrom(III)-sulfat bei AlfaAesar (PDF) (JavaScript erforderlich).
  6. 6,0 6,1 Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie - Nr. 52 Chrom, Die Verbindungen (ohne Komplexbindungen mit neutralen Liganden), 8. Auflage Berlin, 1962.
  7. Jander-Blasius: Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie, 5. Auflage, S. Hirzel, Stuttgart-Leipzig 1965, S. 225